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Wirtschaft 20.03.2026, 04:56 Aktualisiert: 20.03.2026, 10:23

Deutsche Bank im Visier: Cum-Cum-Ermittlungen mit möglichen 600 Millionen Euro Schaden

Deutsche Bank soll 600 Mio. Euro durch Cum-Cum-Geschäfte unrechtmäßig erhalten haben.

Wichtige Fakten

  • Deutsche Bank soll 600 Mio. Euro durch Cum-Cum-Geschäfte unrechtmäßig erhalten haben.
  • Staatsanwaltschaft Köln ermittelt zu Vorgängen bis 2019, trotz früherer Beteuerungen.
  • Bundesweiter Schaden durch Cum-Cum wird auf 7,3 bis 28 Mrd. Euro geschätzt.
  • Erste Anklage wegen Cum-Cum wurde 2023 vor dem Landgericht Wiesbaden zugelassen.
  • Hessische Finanzverwaltung richtete Ermittlungszentrum gegen 25 Finanzinstitute ein.

Ermittlungen gegen Deutsche Bank

Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt gegen die Deutsche Bank wegen des Verdachts, dass das Geldhaus zwischen 2009 und 2015 rund 600 Millionen Euro durch möglicherweise rechtswidrige Cum-Cum-Geschäfte erlangt haben soll. Bei einer Razzia im Oktober 2022 wurden in der Bankzentrale Beweismittel gesichert. Die Bank kooperiert nach eigenen Angaben mit den Behörden, äußert sich aber nicht zu Details.

Hintergrund und Schadenssumme

Cum-Cum-Geschäfte nutzen Unterschiede in der Besteuerung von Aktiendividenden, um Steuererstattungen zu erwirken, die eigentlich nicht zustehen. Der bundesweite Schaden wird von der Bundesregierung auf 7,3 Milliarden Euro geschätzt, Experten wie Professor Christoph Spengel gehen von bis zu 28 Milliarden Euro aus. Lange galten Cum-Cum-Geschäfte als nicht strafbar, doch mehrere Staatsanwaltschaften sehen das anders und ermitteln.

Rechtliche Entwicklungen und Ausweitung

Die erste Anklage wegen Cum-Cum wurde 2023 vor dem Landgericht Wiesbaden zugelassen, der Prozess steht jedoch noch aus. Die hessische Finanzverwaltung hat ein Ermittlungszentrum eingerichtet, das gegen 25 Finanzinstitute ermittelt. Neue Recherchen deuten darauf hin, dass die Deutsche Bank Geschäfte bis 2019 getätigt haben könnte, entgegen früheren Angaben der Bundesregierung, die keine Hinweise ab 2016 sah.

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