Deutsche Unterstützung für gefährdete Afghanen endet - Betroffene fürchten Taliban
Wichtige Fakten
- • Deutschland beendet Betreuung afghanischer Familien in Pakistan und Afghanistan.
- • Bundesinnenminister Dobrindt hob Aufnahmezusagen für Hunderte Afghanen auf.
- • Betroffene sind Frauenrechtlerinnen, Journalisten und Mitglieder der Zivilgesellschaft.
- • Die Taliban durchsuchen Safe Houses und verfolgen gefährdete Personen.
- • Die Bundesregierung bot Rückflüge nach Afghanistan an, die oft abgelehnt wurden.
Ende der deutschen Unterstützung
In Pakistan und Afghanistan endet in diesen Tagen die Unterstützung afghanischer Familien durch Deutschland, wodurch Hunderte Menschen ihre Gäste- und Schutzhäuser verlassen müssen und sich vor den Taliban fürchten. Die Betreuung durch die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag der Bundesregierung läuft aus, was Betroffene wie Zarmina, eine Frauenrechtlerin, und ihre Kinder in Kabul ohne sicheren Zufluchtsort zurücklässt.
Aufhebung der Aufnahmezusagen
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt ließ im November 2025 die Aufnahmezusagen für Zarmina und Hunderte andere Afghaninnen und Afghanen aufheben, da diese nicht rechtsverbindlich seien. Betroffen sind vor allem Mitglieder der afghanischen Zivilgesellschaft, darunter Frauenrechtlerinnen, Journalisten und Juristen, die nun in dem von den Taliban beherrschten Land als gefährdet gelten.
Situation in Afghanistan
Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich für Frauen in den letzten Jahren verschlechtert, mit Taliban-Sicherheitskräften, die Safe Houses durchsuchen, und Sittenpolizisten, die in Kabul patrouillieren. Die Bundesregierung bot zwar Rückflüge nach Afghanistan an, doch viele lehnten dies ab, und einige Betroffene haben vor deutschen Gerichten geklagt, bisher ohne Erfolg.
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