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Gesellschaft 30.04.2026, 04:00 Aktualisiert: 30.04.2026, 06:01

Deutschland fällt in Pressefreiheits-Rangliste weiter zurück

Deutschland fällt um drei Plätze auf Rang 14.

Wichtige Fakten

  • Deutschland fällt um drei Plätze auf Rang 14.
  • Erstmals wird über 50% der Länder als schwierig/ernst eingestuft.
  • Norwegen verteidigt Spitzenplatz, Eritrea und Nordkorea Schlusslichter.
  • Syrien verbessert sich um 36 Plätze, Niger stürzt um 37 ab.
  • Zunehmende Kriminalisierung von Journalismus per Gesetz beklagt.

Deutschland fällt zurück – Lage bundesweit weiter zufriedenstellend, aber verschlechtert

Deutschland ist in der Rangliste der Pressefreiheit erneut abgerutscht. Die Bundesrepublik liegt nur noch auf Platz 14 – drei Ränge schlechter als im Vorjahr, wie Reporter ohne Grenzen mitteilte. Die Lage wird zwar noch als „zufriedenstellend“ bewertet, Journalistinnen und Journalisten berichten jedoch von Hass, Diffamierung und einem Vertrauensverlust; polarisierte Themen wie Nahost erhöhten den Druck.

Weltweit mehrheitlich schwierige Bedingungen – wenige Lichtblicke

Erstmals seit 25 Jahren stuft RSF mehr als die Hälfte aller 180 untersuchten Länder als „schwierig“ oder „sehr ernst“ ein. Nur in sieben Ländern ist die Pressefreiheit „gut“ – dort lebt ein Prozent der Weltbevölkerung. Besonders negative Tendenzen zeigt Niger (minus 37 Plätze). Positive Veränderungen werden aus Syrien gemeldet (plus 36 Plätze). An der Spitze steht erneut Norwegen.

Kriminalisierung als wachsende Gefahr

Die Organisation sieht vor allem rechtliche Rückschritte: In vielen Staaten wird Journalismus unter Terrorvorwürfen oder nationaler Sicherheit kriminalisiert. Kriege und Konflikte bedrohen zudem massiv die Sicherheit von Medienschaffenden. Die Rangliste basiert auf Sicherheit, rechtlichem und politischem Umfeld sowie wirtschaftlichen Faktoren.

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