Diplomatischer Streit zwischen Belgien und USA über Beschneidungsermittlungen
Wichtige Fakten
- • US-Botschafter Bill White nennt belgische Ermittlungen gegen drei jüdische Beschneider 'antisemitisch'.
- • Untersuchung betrifft Mohels in Antwerpen ohne medizinische Ausbildung für Beschneidungen.
- • Belgien wirft White Einmischung in innere Angelegenheiten und Verletzung diplomatischer Normen vor.
- • White droht sozialistischem Politiker Conner Rousseau mit Einreiseverbot in die USA.
- • Belgien bekräftigt Verurteilung von Antisemitismus, besteht aber auf Respekt seiner Souveränität.
Zusammenfassung
Ein diplomatischer Streit eskaliert zwischen Belgien und den USA, nachdem der US-Botschafter Bill White belgische Ermittlungen gegen drei jüdische Männer, die ohne medizinische Qualifikation Beschneidungen durchgeführt haben sollen, als 'antisemitisch' bezeichnet hat. White weigerte sich, sich für seine Äußerungen zu entschuldigen, und forderte Belgien auf, die Untersuchung fallen zu lassen oder das Gesetz zu ändern. Die belgische Regierung wies die Vorwürfe zurück und warf White vor, in innere Angelegenheiten einzugreifen und diplomatische Normen zu verletzen.
Hintergrund
Die Ermittlungen betreffen drei Mohels (rituelle Beschneider) in Antwerpen, die verdächtigt werden, Beschneidungen ohne medizinische Ausbildung durchzuführen, obwohl dies in Belgien nur unter strengen Bedingungen durch medizinisches Fachpersonal erlaubt ist. White drohte zudem dem sozialistischen Politiker Conner Rousseau mit einem Einreiseverbot in die USA, nachdem dieser kritische Äußerungen zur US-Einwanderungspolitik getätigt hatte. Belgien betonte die Bedeutung der Beziehungen zu den USA, pochte aber auf Respekt seiner Souveränität und Institutionen.
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