Anschlag auf Flughafen Leipzig: Dritte Drohne mit Sprengstoff entdeckt
Wichtige Fakten
- • Dritte Drohne in Kabelsketal am 14. August gefunden.
- • Rund 50 Gramm des militärischen Sprengstoffs Hexogen entdeckt.
- • Drohne zielte auf ukrainisches Frachtflugzeug, Zünder defekt.
- • Zweite Drohne kollidierte mit DHL-Flugzeug, Kollision bestätigt.
- • Kanzler Merz kündigt baldige Informationen zu Hintermännern an.
Ermittlungen und neue Entwicklung
Beim Anschlagsversuch auf den Leipziger Flughafen sind offenbar mehrere Drohnen im Spiel gewesen. Die Ermittler haben eine dritte Drohne auf einem Feld in Kabelsketal in Sachsen-Anhalt gefunden. Sie lag in unmittelbarer Nähe zum Flughafen und enthielt rund 50 Gramm des hochexplosiven militärischen Sprengstoffs Hexogen. Die Substanz wurde von Kriminaltechnikern des Bundeskriminalamts (BKA) am 14. August entdeckt, wie WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung berichten. Bislang war lediglich eine Drohne bekannt, die am 4. August auf dem Flughafengelände gefunden wurde.
Verbindungen zu Sabotage und russischen Geheimdiensten
Die erste Drohne zielte offensichtlich auf ein ukrainisches Antonov-Frachtflugzeug ab, das für den Transport von Rüstungsgütern genutzt wird. Der Zünder der Bombe war defekt, weshalb der Anschlag misslang. Die neue Drohne deutet darauf hin, dass die Täter einen größeren Anschlag planten als bisher bekannt. Intelligentschaftskreise vermuten russische Geheimdienste hinter der Aktion. Die Bundesregierung kündigte an, bald Informationen über die Hintermänner zu veröffentlichen. Bundeskanzler Friedrich Merz betonte: "Sie werden dafür zahlen."
Kollision mit Frachtflugzeug und Details
Eine zweite Drohne kollidierte kurz nach dem ersten Fund mit einem DHL-Frachtflugzeug. Die Maschine musste durchstarten, nachdem der Flughafen wegen des Drohnenfunds gesperrt worden war. Bei der Notlandung in Hannover wurde eine Beschädigung am Leitwerk festgestellt, die auf eine Kollision hindeutet. Die Drohne selbst wurde nicht gefunden, vermutlich in den Triebwerken zerstört. In Kursdorf wurden Teile einer Drohne, eine Antenne sowie weitere Komponenten entdeckt, die zur Steuerung gedient haben könnten.
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