Durchbruch bei Hautkrebs-Impfstoff: mRNA-Therapie zeigt positive Ergebnisse
Wichtige Fakten
- • mRNA-Impfstoff Intismeran zeigt in klinischer Studie Phase 3 positive Ergebnisse.
- • Kombination mit Pembrolizumab verlängert Zeit ohne Krebsrückfall signifikant.
- • Studie mit etwa 1.000 Patienten mit fortgeschrittenem Melanom, personalisierter Ansatz.
- • Zulassung wird beantragt, Ergebnisse werden im Oktober auf Konferenz präsentiert.
- • Auch bei Lungen-, Blasen- und Nierenkrebs werden Therapien getestet.
Hoffnung für Melanom-Patienten: Pharmakonzerne melden positive Studienergebnisse
Die US-Pharmakonzerne Merck und Moderna haben die finalen Ergebnisse einer klinischen Studie der Phase 3 zu einem mRNA-basierten Impfstoff gegen schwarzen Hautkrebs (Melanom) veröffentlicht und bezeichnen diese als positiven Durchbruch. Der therapeutische Impfstoff Intismeran-Autogene wird in Kombination mit dem Immuntherapeutikum Pembrolizumab eingesetzt, um das Wiederauftreten von Melanomen und die Ausbreitung auf andere Organe zu verhindern.
Wirkweise und Studiendesign
Anders als vorbeugende Impfstoffe, wird Intismeran-Therapie bei bereits erkrankten Patienten eingesetzt. Die Technologie nutzt mRNA, ähnlich wie bei den Covid-19-Impfstoffen, und ist personalisiert: Ein Teil des Tumors wird chirurgisch entfernt, sequenziert und dient als Grundlage für den Impfstoff, der das Immunsystem gezielt gegen die tumorspezifischen Mutationen richtet. An der Studie nahmen rund 1.130 Patienten teil, von denen zwei Drittel die Kombination aus Impfstoff und Pembrolizumab erhielten.
Ergebnisse und Reaktionen aus der Fachwelt
Experten sprechen von einem bedeutenden Fortschritt, betonen jedoch, dass die vollständigen Ergebnisse noch nicht begutachtet sind. Professor Peter Johnson vom NHS England bezeichnete die Entwicklung als aufregend, da sie das Immunsystem gezielt trainieren könnte, Krebs zu erkennen und zu bekämpfen. Auch bei anderen Krebsarten (Lunge, Blase, Niere) werden ähnliche personalisierte Impfstoffe getestet. Merck und Moderna wollen nun die Zulassung beantragen. Die detaillierten Ergebnisse sollen im Oktober auf einem medizinischen Kongress vorgestellt werden.
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