Ebola-Krise in DR Kongo: Fallzahlen stabil auf hohem Niveau, Quarantäne-Pläne in Kenia sorgen weiter für Konflikte
Wichtige Fakten
- • 321 bestätigte Ebola-Fälle und 48 Todesfälle in DR Kongo.
- • In Uganda 9 bestätigte Fälle und 1 Todesfall.
- • Oberstes Gericht Kenias stoppt Bau von US-Quarantänezentrum.
- • DR Kongo und Nachbarland Uganda vom Ausbruch betroffen.
- • Keine bekannten Fälle in Kenia, dennoch lokale Ängste.
Ebola-Ausbruch in DR Kongo und Uganda
In der Demokratischen Republik Kongo bleibt die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle bei 321, 48 Todesfälle wurden gemeldet. Die Weltgesundheitsorganisation geht von knapp 1.000 Verdachtsfällen aus. Auch das Nachbarland Uganda meldet neun bestätigte Fälle und einen Todesfall, aber die Behörden arbeiten mit der WHO an einer Eindämmung. Der Ausbruch wird durch die seltene Bundibugyo-Virus-Variante verursacht, für die es keine zugelassenen Behandlungen oder Impfstoffe gibt.
US-Plan in Kenia sorgt für Spannungen
Die USA hielten an ihrem Vorhaben fest, für US-Bürger, die in Afrika mit Ebola in Kontakt kamen, ein Quarantäne- und Behandlungszentrum in Nanyuki, Kenia, zu errichten. Die Nachricht hat vor Ort Wut und Ängste ausgelöst. Behörden schritten bereits gewaltsam ein, als eine Protestaktion in der Region stattfand; insgesamt kamen zwei Menschen nach Polizeischüssen ums Leben. Das Oberste Gericht Kenias stoppte die Bauarbeiten bis zur Klärung sämtlicher Vorwürfe. US-Außenminister Marco Rubio äußerte, man könne und werde nicht zulassen, dass das Virus in den Vereinigten Staaten ankomme. Kenias Präsident Ruto verteidigte die Maßnahme hingegen: Man habe alle Tests und Beteiligungen für ihre Gesundheit durchgeführt.
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