Ebola-Bekämpfung in der DR Kongo: Impfstoffstudien beginnen, USA erhöhen Hilfe
Wichtige Fakten
- • Studien zu Medikamenten, Prophylaxe und zwei RNA-Impfstoffen haben begonnen.
- • Bundibugyo-Variante infizierte 4.000 Menschen, tötete 1.700 im Kongo.
- • USA stocken Hilfe um 242 Mio. Dollar auf über 500 Mio. auf.
- • WHO: Ausbreitung schneller als Eindämmung möglich; Infektionen verdoppeln sich.
- • Wirksame Mittel stünden frühestens in Monaten flächendeckend zur Verfügung.
Schnelle Ausbreitung, begrenzte Mittel
Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo bleibt außer Kontrolle. Die WHO berichtet, dass sich die Infektionen in einigen Gebieten binnen kurzer Zeit verdoppeln, während die Eindämmungsbemühungen den Erreger nicht einholen können. Die lebensrettenden Maßnahmen, die derzeit verfügbar sind, greifen nicht ausreichend, um die Fallzahlen zu senken.
Medikamenten- und Impfstoffstudien starten
In einer beispiellosen Aktion haben mehrere Forschungsinitiativen begonnen, Medikamente und Impfstoffe gegen die seltene Bundibugyo-Variante zu testen. Erste Ergebnisse aus vorklinischen Studien gelten als vielversprechend. Untersucht werden Therapien, eine Prophylaxe und zwei RNA-basierte Impfstoffe, die auf der mRNA-Technologie basieren und in Zusammenarbeit mit Oxford und Moderna entwickelt werden.
Allerdings warnt die WHO: Selbst bei Erfolg könnte es Monate dauern, bis die Produkte flächendeckend zur Verfügung stehen. Die Impfstoffe, die einen Durchbruch versprechen, würden eine ähnliche Plattform nutzen wie die Corona-Vakzine, seien aber noch in der Testphase.
Internationale Unterstützung wächst
Die USA haben angekündigt, ihre Hilfszahlungen für den Kampf gegen Ebola im Kongo um 242 Millionen Dollar auf insgesamt über 500 Millionen Dollar zu erhöhen. Washington forderte auch andere Länder auf, sich stärker zu engagieren, und lobte ausdrücklich die schnelle Reaktion des Nachbarlandes Uganda, wo die Infektionskette unterbrochen wurde. In der DR Kongo breitet sich das Virus hingegen weiter ungebremst aus, was Gesundheitsorganisationen weltweit beunruhigt.
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