UNO warnt: El Niño wird „supersized“ und erreicht Ende 2026 seinen Höhepunkt
Wichtige Fakten
- • WMO: El Niño wird sehr stark, Höhepunkt Ende 2026, bis Februar 2027.
- • Meerestemperaturen im Pazifik lokal fast 4°C über Durchschnitt, unter der Oberfläche bis 8°C.
- • Britischer Wetterdienst erwartet intensivsten El Niño seit über 100 Jahren.
- • Marine Hitzewellen bedrohen Australien, Great Barrier Reef zeigt Erholung.
- • Panama-Kanal reduziert Schiffsverkehr um 10%, 14.000 Schiffe jährlich betroffen.
WMO prognostiziert „sehr starken“ El Niño
Die Weltwetterorganisation (WMO) warnt vor einem „sehr starken“ El Niño, der bis mindestens Februar 2027 andauern soll. Seinen Höhepunkt werde das Wetterphänomen Ende des Jahres (2026) erreichen. Die WMO und nationale Wetterdienste haben ihre Frühwarnmaßnahmen verstärkt. Das britische Met Office rechnet sogar mit dem „intensivsten“ El Niño seit mehr als einem Jahrhundert.
Ozeane überhitzt – Rekordtemperaturen im Pazifik
Die Meeresoberflächentemperaturen im zentralen und östlichen tropischen Pazifik liegen aktuell zwischen 2,2 und 2,6 Grad Celsius über dem Normalwert. Prognosen deuten darauf hin, dass sie sich der 4-Grad-Marke nähern könnten – das wäre der stärkste Anstieg seit 1950. In tieferen Meeresschichten sind Temperaturen lokal um mehr als 8 Grad erhöht. Diese Rekordtemperaturen bedrohen weltweit die Meeresökosysteme.
Globale Auswirkungen: Dürren, Waldbrände und Überflutungen
Bereits jetzt sind die Folgen des El Niño spürbar: In Indonesien kämpfen die Behörden gegen schwere Waldbrände, die über 107.000 Hektar Land zerstört haben. Die Zahl der Schiffe, die den Panamakanal passieren, wurde wegen erwarteter Trockenheit um über zehn Prozent reduziert, was Einnahmen von rund drei Milliarden Dollar jährlich gefährdet. China erwartet weitere Taifune, und auch in Ostafrika, Südbrasilien und den südlichen USA drohen Überflutungen.
Klimawandel verstärkt El Niño und verschärft Risiken
Forscher sind sich einig, dass der Klimawandel die Auswirkungen von El Niño verstärkt. Betroffen sind insbesondereAustralien, das unter marinen Hitzewellen leidet – mit Folgen wie Algenblüten und Fischsterben. Auch Südostasien und Südamerika kämpfen mit extremen Bedingungen.
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