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Klima 29.08.2026, 00:46 Aktualisiert: 29.08.2026, 12:01

Englands Wasserwarnung: Droht eine Zukunft ohne Wasser?

Bis 2055 droht England ein Wassermangel von fünf Milliarden Litern täglich.

Wichtige Fakten

  • Bis 2055 droht England ein Wassermangel von fünf Milliarden Litern täglich.
  • Der tägliche Pro-Kopf-Verbrauch in England liegt bei 136,5 Litern.
  • Dänemark verbraucht nur 97 Liter pro Person täglich – ein Vorbild.
  • Leitungen verlieren täglich über 45 Liter pro Person.
  • Seit 30 Jahren wurde in England kein neuer großer Stausee gebaut.
  • Neue Technologien sollen Lecks schneller entdecken.

Die drohende Wasserknappheit

England steht vor einer ernsten Herausforderung: Bis 2055 könnte dem Land täglich fünf Milliarden Liter Wasser fehlen – genug, um das Wembley-Stadion fast viereinhalb Mal zu füllen. Ursachen sind zunehmende Hitzewellen, geringere Niederschläge und ein steigender Wasserbedarf. Bereits jetzt sind Flüsse so niedrig, dass die Umweltbehörde die Bewässerung von Feldern einschränkt, was Ernten gefährdet und Landwirte in Existenznot bringt.

Hoher Verbrauch im Vergleich

Im europäischen Vergleich verbrauchen die Engländer mit 136,5 Litern pro Person und Tag deutlich mehr Wasser als beispielsweise Dänen mit 97 Litern. Schuld sind veränderte Gewohnheiten – von gemeinsamen Bädern zu häufigen Duschen. Haushalte verursachen fast 60% des Wasserverbrauchs. Würde Verbrauch reduziert, könnten mehr als die Hälfte des zukünftigen Defizits ausgeglichen werden.

Preis und Infrastruktur

Ein Grund für den hohen Verbrauch sind die niedrigen Wasserpreise in England. In Dänemark zahlen die Bürger mehr als doppelt so viel pro Kubikmeter Wasser, was zu einem effizienteren Umgang führt. Auch veraltete Leitungen sind ein Problem: Täglich gehen über 45 Liter pro Person verloren. Innovative Methoden mit Glasfaserkabeln können Lecks schneller orten und bis zu einer Milliarde Liter am Tag einsparen.

Auf dem Weg in die Zukunft

Trotz Plänen für zehn neue Stauseen bis 2050 werden diese nur 7% des künftigen Bedarfs decken. Natürliche Grundwasserspeicher bieten Chancen, ebenso wie strengere Regeln für Unternehmen, die Trinkwasser für nicht essentielle Zwecke nutzen. Großbritannien verfügt bisher über keine ausreichenden Speichermöglichkeiten.

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