Erhöhte Pirateriegefahr vor Somalia: Mehrere Schiffe gekapert
Wichtige Fakten
- • UK-Behörde stuft Bedrohung als 'erheblich' ein.
- • Mindestens vier Schiffe in einer Woche angegriffen.
- • "Honour 25" mit 17 Besatzungsmitgliedern gekapert.
- • Piraterie vor Somalia hatte sich 2021 fast verflüchtigt.
- • Behörde: Piraten nutzen günstiges Wetter für kleine Boote.
Piraterie vor Somalia: Neuer Anstieg der Überfälle
Die britische Seefahrtsbehörde UKMTO warnt vor einer erhöhten Pirateriegefahr vor der Küste Somalias. Nach der Kaperung eines Frachtschiffs am Sonntag wurde die Bedrohungsstufe auf "erheblich" angehoben. Unbekannte hätten das Schiff entert und in somalische Hoheitsgewässer umgeleitet.
Mehrere Vorfälle binnen einer Woche
Allein in den letzten Tagen wurden vier Schiffe Ziel von Piraterieverdachtsfällen, darunter ein Fischerboot und ein Öltanker. Am 21. April ereignete sich ein weiterer Überfall nahe Mareeyo, gefolgt von der Kaperung des Tankers "Honour 25" mit 17 Besatzungsmitgliedern am Tag darauf. Die Geiseln sollen aus Pakistan, Indonesien, Indien, Sri Lanka und Myanmar stammen.
Rückkehr eines einst fast verschwundenen Phänomens
Noch bis vor drei Jahren galt die Region am Horn von Afrika als weitgehend sicher vor Piraterie. Die Weltbank schätzt, dass Piraten zwischen 2005 und 2012 Lösegeld in Höhe von bis zu 413 Millionen Dollar erpressten. Nun scheint das Problem wiederzukehren.
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