Erneut tödlicher Erdrutsch in Coltan-Mine im Ostkongo
Wichtige Fakten
- • Erneut Erdrutsch in Coltan-Mine Rubaya mit über 200 Toten.
- • Mine wird von der M23-Rebellenmiliz kontrolliert, Ruanda unterstützt diese.
- • DR Kongo produziert etwa 40% des weltweiten Coltans.
- • M23 erhebt Steuern auf Coltan-Handel, ca. 800.000 USD monatlich.
- • Kongolesische Regierung versucht mit US-Hilfe Kontrolle zurückzugewinnen.
Zweiter großer Vorfall in der Mine Rubaya
Nach einem erneuten Erdrutsch in einer Coltan-Mine im Osten der Demokratischen Republik Kongo sollen mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen sein. Bereits vor einem Monat gab es einen ähnlichen Vorfall mit über 200 Toten, was die Unsicherheit der Mine unterstreicht. Die kongolesischen Behörden bestätigen die hohe Opferzahl, während die Rebellenmiliz M23, die die Mine kontrolliert, von nur fünf Toten spricht und von einer Bombardierung berichtet.
Wichtige Rohstoffquelle im Konfliktgebiet
Die DR Kongo ist ein wichtiger Lieferant von Coltan, das für Mobiltelefone und Elektronik benötigt wird, und produziert etwa 40% des weltweiten Coltans. Die Mine Rubaya liegt in einer Region, die seit über einem Jahr von der M23-Miliz kontrolliert wird, die von Ruanda unterstützt wird und laut UN-Berichten Steuern auf den Coltan-Handel erhebt. Die kongolesische Regierung versucht mit US-Hilfe, die Kontrolle über das Gebiet zurückzugewinnen.
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