Erstes Urteil nach neuem Gesetz gegen sexuelle Belästigung in Großbritannien
Wichtige Fakten
- • David Stroud ergriff die Haare einer Frau und fragte: „Kann ich dich küssen?“
- • Er wurde nach dem neuen Gesetz gegen geschlechtsbezogene Belästigung verurteilt.
- • Das Gesetz gilt seit 1. April in England und Wales.
- • Stroud erhielt 150 Stunden gemeinnützige Arbeit und eine Bewährungsauflage.
- • Das Opfer fühlt sich seitdem unsicher und kann nicht allein ausgehen.
Erstes Urteil nach neuem Gesetz gegen sexuelle Belästigung
Ein Mann wurde in Großbritannien zu einer gemeinnützigen Arbeitsauflage verurteilt, nachdem er einer Frau auf einer Zugfahrt die Haare ergriff und sie um einen Kuss bat. Es handelt sich um das erste Strafurteil dieser Art seit Inkrafttreten eines neuen Gesetzes, das Belästigung aufgrund des Geschlechts unter Strafe stellt. Das Gesetz gilt seit dem 1. April in England und Wales.
Details des Vorfalls
David Stroud (44) saß neben der Frau im Zug von Hastings nach London, lehnte sich ständig gegen sie, nannte sie „magisch“ und ergriff ihre Haare. Als er fragte, ob er sie küssen dürfe, antwortete sie: „Absolut nicht“. Ihr Freund hörte die Vorfälle über das Telefon und informierte die British Transport Police. Stroud wurde am London Bridge Bahnhof festgenommen.
Aussage des Opfers
In ihrer Opfererklärung sagte die Frau, sie habe sich „gefangen, machtlos und versteinert“ gefühlt. Seitdem könne sie nicht mehr allein ausgehen, ohne Angst zu haben. Sie hoffe, dass das Urteil andere Opfer ermutige, Anzeige zu erstatten.
Weitere Straftaten und Urteil
Stroud hatte bereits ein 22-monatiges Stalking-Verfahren gestanden und war auf Bewährung, als er die neue Tat beging. Das Gericht verurteilte ihn zu 15 Tagen Rehabilitationsprogramm, 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit sowie einer 12-monatigen Bewährungsauflage. Das Delikt fällt unter den Public Order Act von 1986, der absichtliche Belästigung aufgrund des Geschlechts verbietet.
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