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International 15.03.2026, 09:34 Aktualisiert: 15.03.2026, 23:04

Trump fordert internationale Hilfe für Hormus-Straße - Deutschland lehnt Militäreinsatz ab

US-Präsident Trump fordert China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien auf, Kriegsschiffe zur Sicherung der Hormus-Straße zu entsenden.

Wichtige Fakten

  • US-Präsident Trump fordert China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien auf, Kriegsschiffe zur Sicherung der Hormus-Straße zu entsenden.
  • Deutschlands Außenminister Wadephul schließt eine deutsche Beteiligung an Militäroperationen in der Hormus-Straße zum jetzigen Zeitpunkt aus.
  • Großbritannien prüft den Einsatz von Minensuch-Drohnen in der Hormus-Straße, zögert aber bei der Entsendung von Kriegsschiffen.
  • Die Sperrung der Hormus-Straße hat die Ölpreise auf über 100 US-Dollar pro Barrel getrieben und die weltweiten Lieferketten beeinträchtigt.

Internationale Debatte über Sicherung der Hormus-Straße

US-Präsident Donald Trump hat andere Staaten aufgefordert, bei der militärischen Absicherung der Straße von Hormus zu helfen. In Posts auf seiner Plattform Truth Social rief er insbesondere China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien dazu auf, Kriegsschiffe in die strategisch wichtige Meerenge zu entsenden. Trump betonte, die USA würden sich mit diesen Ländern abstimmen, um den Schiffsverkehr wieder in Gang zu bringen. Die Straße von Hormus, durch die normalerweise etwa 20% des weltweiten Öls transportiert werden, ist seit Beginn des Iran-Kriegs nahezu blockiert, was die Ölpreise auf über 100 US-Dollar pro Barrel getrieben hat.

Deutschland lehnt Militäreinsatz ab

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat eine deutsche Beteiligung an Militäroperationen in der Hormus-Straße klar ausgeschlossen. "Wir werden uns an dieser Auseinandersetzung nicht beteiligen", sagte Wadephul im Bericht aus Berlin. Deutschland erwarte von den USA und Israel, informiert zu werden, wann deren militärische Ziele erreicht seien, und wolle sich dann an Verhandlungen beteiligen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz sieht derzeit keine Veranlassung für einen internationalen Militäreinsatz und betonte, Deutschland sei nicht Teil dieses Krieges.

Großbritannien prüft Drohneneinsatz

Die britische Regierung unter Premierminister Keir Starmer prüft den Einsatz von Minensuch-Drohnen in der Hormus-Straße, zögert aber bei der Entsendung von Kriegsschiffen. Energieminister Ed Miliband sagte der BBC, alle Optionen würden geprüft, um die Meerenge wieder zu öffnen, darunter auch Minenjagd-Drohnen. Gleichzeitig betonte er, der sicherste Weg sei die Beendigung des Konflikts. Die Regierung ist besorgt, dass die Entsendung von Kriegsschiffen die Krise eskalieren könnte, zumal die britische Marine nur begrenzte Kapazitäten hat.

Weitere regionale Angriffe

Unterdessen gehen die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten weiter. Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten erneut Raketenangriffe und Drohnen aus dem Iran, die von ihrer Flugabwehr abgefangen wurden. Israel wurde nach eigenen Angaben in der Nacht erneut aus dem Iran mit Raketen angegriffen, wobei zwei Menschen leicht verletzt wurden. Auch aus dem Libanon wurden zehn Raketen auf Israels Norden abgefeuert, und die Hisbollah-Miliz meldete Kämpfe mit der israelischen Armee im Südlibanon.

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