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Gesellschaft 11.08.2026, 09:19

Essstörungen bei jungen Frauen: Klinikbehandlungen haben sich verdoppelt

Zahl der Behandlungen bei Mädchen verdoppelt: von 2.800 auf 6.000.

Wichtige Fakten

  • Zahl der Behandlungen bei Mädchen verdoppelt: von 2.800 auf 6.000.
  • Anteil an Patienten mit Essstörungen: 48,1 Prozent (2024).
  • Magersucht ist häufigste Diagnose mit 9.000 Fällen.
  • Frauenanteil an Behandlungen: 92,9 Prozent, deutlich höher als Männer.

Anstieg bei jungen Mädchen und Frauen

Innerhalb von 20 Jahren hat sich die Zahl der jungen Frauen und Mädchen, die wegen Essstörungen im Krankenhaus behandelt werden mussten, mehr als verdoppelt. Laut Statistischem Bundesamt stieg die Zahl der Behandlungen bei zehn- bis 17-jährigen Mädchen von etwa 2.800 im Jahr 2004 auf rund 6.000 im Jahr 2024. Damit machte diese Gruppe 48,1 Prozent aller wegen Essstörungen Behandelten aus – vor 20 Jahren lag ihr Anteil bei 24,9 Prozent.

Gesamtzahlen und Diagnosen

Insgesamt wurden 2024 rund 12.400 Menschen wegen Essstörungen stationär behandelt, ein Anstieg von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die häufigsten Diagnosen waren Magersucht (Anorexia nervosa) mit etwa 9.000 Fällen und Bulimie (Ess-Brech-Sucht) mit rund 1.300 Fällen.

Geschlechterverteilung

Über alle Altersgruppen hinweg sind Frauen und Mädchen deutlich häufiger betroffen: 92,9 Prozent der Behandelten waren weiblich, im Jahr 2004 waren es 88,5 Prozent. Die Zahlen unterstreichen die anhaltende gesundheitliche Belastung durch Essstörungen, insbesondere bei jungen Frauen.

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