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Wirtschaft 04.03.2026, 06:16 Aktualisiert: 04.03.2026, 08:03

EU setzt auf 'Buy European'-Strategie zur Stärkung der Industrie

EU plant das 'Buy European' Gesetz zur Stärkung der Wirtschaft.

Wichtige Fakten

  • EU plant das 'Buy European' Gesetz zur Stärkung der Wirtschaft.
  • Strategische Sektoren sollen europäische Komponenten verwenden.
  • Macron und Merz unterscheiden sich in ihrer Unterstützung.
  • Industriekommissar Séjourné unterstützt europäische Produktion.
  • Skepsis über Bürokratie und Komplexität des Gesetzes.

Einführung der 'Buy European'-Strategie

Die EU-Kommission plant die Vorstellung des 'Buy European'-Gesetzesvorschlags, um Europas Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Diese Strategie zielt darauf ab, insbesondere in strategischen Sektoren wie der Automobilindustrie, grüne Technologien und energieintensive Industrien zu fördern. Der Industriegipfel in Antwerpen zeigte, dass die Meinungen zu diesem Vorhaben geteilt sind, wobei der französische Präsident Macron und der deutsche Kanzler Merz unterschiedliche Ansätze vorschlagen.

Gesetzliche Anforderungen und Herausforderungen

Der 'Industrial Accelerator Act' soll sicherstellen, dass europäische Gelder zur Förderung europäischer Produktionen und Arbeitsplätze verwendet werden. Dies umfasst unter anderem, dass ein bestimmter Anteil der Fahrzeugkomponenten aus der EU stammen muss. Trotz potenzieller Vorteile äußerten Kritiker Bedenken hinsichtlich der scheinbar unvermeidlichen Bürokratie. Der Ökonom Nils Redeker sieht jedoch eine Möglichkeit, die derzeitigen Wettbewerbsnachteile europäischer Hersteller gegenüber staatlich subventionierten Konkurrenten, insbesondere aus China, auszugleichen.

Reaktionen und Skepsis

In der Kommission gibt es verschiedene Meinungen, vor allem die Handelsabteilung äußerte Bedenken hinsichtlich möglicher Spannungen mit internationalen Partnern. Thomas Fischer von Mann+Hummel kritisiert die Komplexität des Gesetzes, während andere wie Redeker darauf hinweisen, dass klar definierte und transparente Kriterien den Verwaltungsaufwand verringern könnten. Bevor der Vorschlag endgültig angenommen wird, muss er das EU-Parlament und den Rat der Mitgliedstaaten passieren.

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