Europas Flughäfen warnen vor Kerosin-Knappheit durch Straße von Hormuz
Wichtige Fakten
- • Die Straße von Hormuz liefert etwa 50% von Europas Kerosin-Importen.
- • Der europäische Kerosinpreis erreichte mit 1.838 USD pro Tonne einen Rekord.
- • Kleinere Flughäfen mit unter einer Million Passagiere sind besonders gefährdet.
- • Die ACI Europe fordert EU-weite Maßnahmen wie gemeinsame Einkäufe.
Warnung vor systemischer Kerosin-Knappheit
Der europäische Flughafenverband ACI Europe warnt vor einer systemischen Kerosin-Knappheit in der EU, falls die Straße von Hormuz nicht innerhalb der nächsten drei Wochen wieder öffnet. Die Meerenge im Golf ist eine Hauptquelle für Flugtreibstoff und deckt etwa 50% der europäischen Importe ab. Mit der herannahenden Sommersaison und dem Rekordpreis von 1.838 USD pro Tonne für europäisches Kerosin verschärfen sich die Sorgen um die Versorgungssicherheit.
Forderungen nach EU-Intervention
ACI-Europe-Generaldirektor Olivier Jankovec appellierte in einem Brief an die EU-Kommissare für Energie und Tourismus, nicht allein auf Marktkräfte zu setzen, und kritisierte das Fehlen einer EU-weiten Bewertung der Kerosinverfügbarkeit. Der Verband fordert kollektive Einkäufe, vorübergehende Lockerungen von Importbeschränkungen und mehr Unterstützung für nachhaltige Flugtreibstoffe (SAF). Kleinere Flughäfen mit weniger als einer Million Passagieren pro Jahr gelten als besonders verwundbar.
Wirtschaftliche Auswirkungen und aktuelle Lage
Der Luftverkehr trägt jährlich 851 Milliarden Euro zur europäischen Wirtschaftsleistung bei und sichert 14 Millionen Arbeitsplätze. Einige Fluggesellschaften weltweit haben bereits Flüge gestrichen und Zuschläge erhoben. Die britische Regierung gibt an, dass heimische Airlines bisher keine Versorgungsunterbrechungen meldeten und normal operieren, arbeitet aber mit ihnen zusammen, um die Auswirkungen auf Passagiere zu begrenzen.
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