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International 05.03.2026, 07:48 Aktualisiert: 05.03.2026, 23:05

Deutsche Evakuierungsflüge gestartet, internationale Rückholaktionen laufen

Der erste deutsche Regierungsflug landete mit besonders schutzbedürftigen Personen in Frankfurt.

Wichtige Fakten

  • Der erste deutsche Regierungsflug landete mit besonders schutzbedürftigen Personen in Frankfurt.
  • Zehntausende Deutsche sind nach US-Angriffen auf den Iran in der Golfregion gestrandet.
  • Die Bundesregierung kündigte zwei weitere Evakuierungsflüge für Donnerstag und Freitag an.
  • Großbritannien und Frankreich führen ähnliche Rückholaktionen durch, trotz technischer Probleme.
  • Lufträume im Nahen Osten sind gesperrt, Evakuierungen starten hauptsächlich von Maskat im Oman.

Erster deutscher Evakuierungsflug gelandet

Im Rahmen der Rückholaktion der Bundesregierung sind erste Deutsche, die in der Golfregion gestrandet waren, heimgekehrt. Eine Lufthansa-Maschine mit besonders schutzbedürftigen Personen landete am Morgen in Frankfurt am Main. Der Airbus A340-300 war in der Nacht in Omans Hauptstadt Maskat gestartet und kam mit knapp zwei Stunden Verspätung in Deutschland an. An Bord befanden sich Menschen, die von der Bundesregierung ausgewählt worden waren, darunter Schwangere, Kranke oder Kinder. Das Flugzeug war für knapp 280 Passagiere ausgelegt, die genaue Zahl der Mitfliegenden ist noch unklar.

Weitere Flüge und internationale Koordination

Die Bundesregierung kündigte bereits zwei weitere Evakuierungsflüge an, die am Donnerstag und Freitag starten sollen. Darüber hinaus bieten einige Fluggesellschaften, insbesondere aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Sonderflüge an. Andere europäische Länder führen ähnliche Evakuierungen durch: Großbritannien hat mit technischen Problemen bei einem geplanten Flug aus Maskat zu kämpfen, der zunächst nicht starten konnte, aber später abgehoben ist. Frankreich musste einen Repatriierungsflug aus Dubai wegen Raketenbeschusses umdrehen. Die Schweiz organisiert einen kommerziellen Flug mit Swiss aus Maskat nach Zürich.

Hintergrund und Ausmaß der Krise

Die Menschen waren wie zehntausende weitere Deutsche infolge des US-Angriffs auf den Iran in der Golfregion gestrandet und mussten über den Landweg in Bussen nach Maskat gebracht werden. Die tatsächliche Zahl der Betroffenen liegt deutlich höher als die über 30.000 Einträge in der Krisenvorsorgeliste Elefand. Nach den Raketenangriffen im Nahen Osten sind Lufträume weiterhin stark eingeschränkt, mit vollständigen oder teilweisen Sperrungen über Saudi-Arabien, Iran, Irak, Katar, Bahrain, Kuwait, Syrien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel. Dies erschwert die Rückholaktionen erheblich.

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