Experten kritisieren EU-Pläne für Mini-Atomkraftwerke als unwirtschaftlich
Wichtige Fakten
- • Experten des Bundesumweltministeriums kritisieren Mini-AKW-Pläne der EU-Kommission.
- • Mini-AKW bieten laut Papier keine Kostenvorteile gegenüber großen Reaktoren.
- • Ohne staatliche Subventionen gibt es für Mini-AKW derzeit keinen Markt.
- • Weltweit gibt es noch kein kommerziell betriebenes Mini-AKW.
- • Mini-AKW könnten mehr hochradioaktiven Abfall erzeugen als herkömmliche Reaktoren.
Kritik an Mini-AKW-Plänen
Experten des Bundesumweltministeriums kritisieren in einem internen Papier die Pläne der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für kleine, modulare Kernreaktoren (Mini-AKW). Das Papier, das dem SWR vorliegt, widerspricht zentralen Argumenten der EU-Kommission zu den angeblichen Vorteilen dieser Technologie.
Wirtschaftliche Bedenken
Laut dem Papier bieten Mini-AKW keine Kostenvorteile gegenüber herkömmlichen Atomkraftwerken, da die Baukosten pro Leistungseinheit ähnlich oder sogar höher sind. Ohne massive staatliche Förderung gebe es für die Technologie derzeit keinen Markt, und eine Massenproduktion sei nicht in Sicht. Zudem könnten Mini-AKW bezogen auf die Leistung mehr hochradioaktiven Abfall erzeugen.
Politische Kontroverse
Die Kritik steht im Gegensatz zu Positionen von Bundeskanzler Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder, die den Atomausstieg als Fehler bezeichnen und auf Mini-AKW setzen möchten. Das Bundeswirtschaftsministerium betont jedoch, dass Deutschland die Technologie nicht vernachlässigen sollte, während das Umweltministerium eine öffentliche Förderung als nicht sinnvoll erachtet.
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