Fahimi mit großer Mehrheit als DGB-Chefin wiedergewählt
Wichtige Fakten
- • Fahimi mit 96,1 Prozent wiedergewählt.
- • Sie kritisierte Radikalkapitalismus und soziale Abrissbirne.
- • DGB will rote Linien gegen Arbeitszeit- und Rentenkürzungen ziehen.
- • Schwerpunkte: mehr Tarifbindung, Mitbestimmung, Investitionen.
- • Kongress läuft bis Mittwoch; Merz und Klingbeil erwartet.
Wiederwahl Fahimis
Yasmin Fahimi ist auf dem DGB-Bundeskongress in Berlin mit 96,1 Prozent der Stimmen als Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes bestätigt worden. Die 58-Jährige hat den Vorsitz seit 2022 inne und ist frühere SPD-Generalsekretärin.
Kampfansage an Radikalkapitalismus
In ihrer Rede kritisierte Fahimi einen „ungezügelten Radikalkapitalismus“ und eine „Politik der sozialen Abrissbirne“. Sie warnte davor, dass Beschäftigte mit schlechten Arbeitsbedingungen und Löhnen für die Krise zahlen sollen. Der DGB werde klare rote Linien ziehen, etwa bei Eingriffen in das Arbeitszeitgesetz, der Ausweitung von Befristungen oder der Abschaffung des Teilzeitrechts.
Schwerpunkte für die kommenden Jahre
Als Ziele nannte Fahimi mehr Tarifbindung, mehr Mitbestimmung und mehr Investitionen in die Zukunft. Sie sprach sich für eine innovations- und produktivitätsorientierte Wirtschaft aus, statt Lohndruck und Deregulierung. Der DGB wolle ein Sozialstaat, der Sicherheit gebe und Wandel begleite. Bis Mittwoch berät der Kongress unter dem Motto „Stärker mit uns“. Vizekanzler Lars Klingbeil und Bundeskanzler Friedrich Merz werden erwartet. Der DGB vertritt rund 5,4 Millionen Mitglieder in acht Einzelgewerkschaften.
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