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Inland 02.05.2026, 17:01 Aktualisiert: 02.05.2026, 23:00

Festnahme nach Erpressung von HiPP mit Rattengift – Lösegeldforderung in Höhe von 2 Millionen Euro

39-jähriger Verdächtiger in Österreich festgenommen.

Wichtige Fakten

  • 39-jähriger Verdächtiger in Österreich festgenommen.
  • Lösegeldforderung von 2 Millionen Euro per E-Mail an HiPP.
  • HiPP bemerkte die Forderung erst nach Ablauf des Zahlungsziels.
  • Insgesamt fünf Gläser mit Rattengift in drei Ländern entdeckt.
  • Warnung vor möglichem weiteren vergifteten Glas in Österreich.

Festnahme nach Erpressung mit Rattengift

Im Fall der Erpressung des deutschen Babykostherstellers HiPP haben österreichische Ermittler einen Verdächtigen festgenommen. Wie die Staatsanwaltschaft Eisenstadt der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, handelt es sich um einen 39-jährigen Mann. Details zur Identität wurden nicht bekanntgegeben. Der Verdächtige wurde in Österreich gefasst, so die Staatsanwaltschaft. Die Polizei in Burgenland bestätigte die Festnahme am Samstag, machte jedoch keine weiteren Angaben.

Entdeckung der vergifteten Gläser und Lösegeldforderung

Insgesamt wurden laut Polizei fünf Babynahrungsgläser in Österreich, Tschechien und der Slowakei entdeckt. Ein in Österreich sichergestelltes 190-Gramm-Gläschen 'Karotten mit Kartoffeln' enthielt 15 Mikrogramm Rattengift. Nach einem weiteren möglicherweise vergifteten Glas in Österreich wird noch gesucht. Die österreichische Zeitung „Die Presse“ berichtete, dass eine E-Mail mit einer Lösegeldforderung von 2 Millionen Euro an HiPP gesendet worden war. Firmenchef Stefan Hipp sagte der Zeitung, die am 27. März verschickte E-Mail mit einer Zahlungsfrist von sechs Tagen sei an eine Adresse gegangen, die nur alle zwei bis drei Wochen überprüft werde. Daher bemerkte HiPP die Forderung erst nach Ablauf der Frist.

Warnung und Gesundheitshinweise

Das österreichische Gesundheits- und Lebensmittelsicherheitsbehörde AGES warnte Eltern, deren Babys möglicherweise betroffene Produkte konsumiert haben, einen Arzt aufzusuchen, falls Symptome wie Blutungen, starke Schwäche oder Blässe aufträten. Die Behörde empfiehlt, bei verdächtigen Gläsern auf beschädigte oder offene Deckel, fehlende Sicherheitssiegel, ungewöhnlichen Geruch oder einen weißen Aufkleber mit rotem Kreis am Boden zu achten. Das deutsche Sortiment in Pfaffenhofen war nach Unternehmensangaben nicht betroffen. HiPP informierte umgehend Polizei und Behörden und richtete einen internen Krisenstab ein.

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