FIFA-Krise: Infantino scheitert mit Investorenplan, UEFA zieht Konsequenzen
Wichtige Fakten
- • FIFA-Präsident Infantino stoppt umstrittene Investorenpläne nach massivem Widerstand.
- • Die UEFA hat das Vertrauen in Infantino verloren
- • Der Deal mit Thrive Capital war gescheitert.
- • UEFA fordert vollständige Überprüfung der FIFA-Führung.
- • Eine Abwahl Infantinos im März 2027 droht.
FIFA stoppt Investorenplan
Der Fußball-Weltverband FIFA hat seine umstrittenen Pläne zum Verkauf von WM-Anteilen an private Investoren gestoppt. In einer nächtlichen Stellungnahme verkündete Präsident Gianni Infantino am 01.08.2026, das Vorhaben werde nicht weiterverfolgt. Ursprünglich sollten rund 20 Prozent der Anteile an einer neuen Tochtergesellschaft, der FIFA Forward Enterprise (FFE), veräußert werden, um bis zu 4,2 Milliarden US-Dollar zu erlösen. Dieser Schritt folgt tagelangem massivem Druck und großer Empörung.
Breiter Widerstand und Boykottdrohung
Die europäische UEFA, die asiatische AFC und die CONCACAF hatten sich deutlich gegen den Vorschlag ausgesprochen. Die UEFA drohte mit einem Boykott aller FIFA-Wettbewerbe. Nach dem Stopp des Plans veröffentlichte die UEFA eine scharfe Erklärung, in der sie Infantino vorwirft, „nicht ehrbar und transparent gehandelt zu haben“. Es sei ein „Sieg für den Fußball“, allerdings müsse die Führung der FIFA umfassend überprüft werden. Auch die CONCACAF forderte eine Aufarbeitung.
Rücktritte und Vorwürfe innerhalb der FIFA
Der Rückhalt für Infantino bröckelte auch intern. Der Berater Carlos Cordeiro trat zurück, der oberste Geschäftsführer Kevin Lamour sagte, die Mitarbeiter seien vom „Projekt einer einzigen Person“ getäuscht worden. Der Plan sieht unter anderem die Beteiligung des privaten Investmentfonds Thrive Capital des Trump-Verwandten Joshua Kushner vor. Das Vorgehen hatte erheblich zur Vertrauenskrise beigetragen.
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