FIFA-WM in den USA: Hohe Ticket- und Transportkosten sorgen für Streit
Wichtige Fakten
- • Fans zahlen für WM-Tickets bis zu 3.000 Dollar pro Vorrundenspiel.
- • Die Zugfahrt zum Stadion in New Jersey kostet statt 12 Dollar 150 Dollar.
- • Gouverneurin Mikie Sherrill lehnt Kostenübernahme von 50 Millionen Dollar ab.
- • Die FIFA erwartet Einnahmen von elf Milliarden Dollar aus der WM.
Kostenstreit überschattet WM-Vorfreude
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko beginnt in sieben Wochen, doch bereits jetzt sorgen hohe Ticket- und Transportkosten für erheblichen Streit. Besonders in der Region New York/New Jersey kritisieren Fans und Politiker die Preispolitik: Für die Zugfahrt vom New Yorker Penn Station zum MetLife-Stadion in East Rutherford werden statt der üblichen 12 Dollar (ca. 11 Euro) 150 Dollar (ca. 130 Euro) verlangt – mehr als das Zehnfache.
Politischer Widerstand gegen FIFA
Die demokratische Gouverneurin von New Jersey, Mikie Sherrill, weigert sich, dass die Steuerzahler ihres Bundesstaates die Transportkosten in Höhe von 50 Millionen Dollar allein tragen. Sie fordert die FIFA auf, diese Kosten zu übernehmen, da der Weltverband mit der WM satte elf Milliarden Dollar verdiene. Die FIFA verweist hingegen auf Vereinbarungen, die die Austragungsorte zur Kostenübernahme verpflichten, wie es auch bei früheren Weltmeisterschaften der Fall war.
Fans von hohen Preisen ausgeschlossen
Die Ticketpreise erreichen ebenfalls exorbitante Höhen: Für ein Vorrundenspiel im MetLife-Stadion müssen Fans bis zu 3.000 Dollar zahlen, während die günstigste Kategorie für 200 Dollar sofort vergriffen war. Zudem hat die FIFA tausende Parkplätze rund um das Stadion zur Fan-Zone erklärt, sodass Autofahrer auf teure Park-and-Ride-Plätze (200 Dollar pro Auto) ausweichen müssen. Diese Preise machen es für viele normale Fans nahezu unmöglich, die Spiele vor Ort zu besuchen.
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