Französische Polizei setzt Wasserwerfer gegen Asylsuchende ein – Großbritannien finanziert
Wichtige Fakten
- • Französische CRS darf Wasserwerfer, CS-Gas und Schlagstöcke einsetzen.
- • Wasserwerfer sind in Großbritannien verboten, aber in Nordirland erlaubt.
- • Der Einsatz soll Asylsuchende und Schlepper an Bootsüberfahrten hindern.
- • Eine Flüchtlingshilfe bezeichnet den Einsatz als 'krankhaft'.
- • Kriminelle Übergänge im Mai gingen um 40% zurück.
Französische Bereitschaftspolizisten der Compagnies Républicaines de Sécurité (CRS) sind im Rahmen eines 660-Millionen-Pfund-Abkommens mit Großbritannien befugt, Wasserwerfer, CS-Gas und Schlagstöcke gegen Asylsuchende einzusetzen. Dies berichtet der Guardian. Der Einsatz soll Migranten und Schlepper daran hindern, mit kleinen Booten den Ärmelkanal zu überqueren. Obwohl Wasserwerfer in Großbritannien aufgrund von Bedenken hinsichtlich einer Gefährdung des Prinzips 'Polizeiarbeit durch Zustimmung' verboten sind, wurden sie kürzlich in Nordirland eingesetzt.
Laut einem Home-Office-Sprecher stammt die Finanzierung für die CRS-Einheit aus französischen Mitteln, ihr Einsatz wurde jedoch im Rahmen des Abkommens vereinbart. Britischen Premierminister Keir Starmer kündigte die Maßnahme beim G7-Gipfel an. Die Regierung erklärte, dass die Eliteeinheiten speziell für den Einsatz bei Aufständen und zur Störung neuer Schlepper-Taktiken ausgebildet seien. Eine Flüchtlingshilfeorganisation, Care4Calais, bezeichnete den Einsatz von Wasserwerfern jedoch als 'krankhafte Eskalation staatlicher Gewalt' und forderte die britische Regierung auf, sich zu schämen. Internationale Beobachter merken an, dass die CRS in der Vergangenheit mehrfach wegen Brutalität und Rassismus kritisiert wurde.
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