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International 16.02.2026, 12:00 Aktualisiert: 16.02.2026, 18:15

Freigegebene Nachrichten zeigen Epsteins Einmischung in Kavanaugh-Bestätigung

Jeffrey Epstein äußerte 2018 Sympathie für Brett Kavanaughs Bestätigung zum Supreme Court.

Wichtige Fakten

  • Jeffrey Epstein äußerte 2018 Sympathie für Brett Kavanaughs Bestätigung zum Supreme Court.
  • Epstein kritisierte die Befragung von Kavanaugh-Anklägerin Christine Blasey Ford als Fehler.
  • Epstein stand in Kontakt mit Kenneth Starr, Kavanaughs früherem Mentor.
  • Starr half Epstein 2008 bei einem milderen Strafabkommen für sexuelle Übergriffe.
  • Es gibt keine Hinweise auf direkten Kontakt zwischen Kavanaugh und Epstein.

Freigegebene Nachrichten zeigen Epsteins Einmischung

Das US-Justizministerium hat E-Mails und Textnachrichten veröffentlicht, die zeigen, wie der verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein die Bestätigung von Brett Kavanaugh zum Richter am Supreme Court 2018 verfolgte und kommentierte. Epstein äußerte Sympathie für Kavanaugh und kritisierte die Behandlung von Christine Blasey Ford, die Kavanaugh der sexuellen Nötigung beschuldigt hatte. In den Nachrichten nannte Epstein die Anhörung eine "Falle" und bezeichnete die Entscheidung, eine Staatsanwältin zur Befragung Fords einzusetzen, als "kritischen und vielleicht tödlichen Fehler".

Kontakte zu Kenneth Starr

Die Dokumente zeigen auch Epsteins häufige Kommunikation mit Kenneth Starr, dem ehemaligen US-Sonderermittler und Mentor Kavanaughs. Starr, der 2022 starb, war ein enger Freund Epsteins und half ihm 2008, ein milderes Strafabkommen in einem Bundesverfahren wegen Sexhandels zu erreichen. In den Nachrichten diskutierten Epstein und Starr über Berichte zu Kavanaughs Rolle in der Clinton-Untersuchung, wobei Epstein Kavanaugh als seine "erste Wahl" für die Nominierung bezeichnete. Es gibt jedoch keine Beweise dafür, dass Kavanaugh Epstein kannte oder traf.

Reaktionen und Kontext

Lisa Graves, eine ehemalige demokratische Beraterin im Justizausschuss des Senats, nannte die Nachrichten "erschütternd" und wies darauf hin, dass ein Sexualstraftäter sich gegen eine Frau äußerte, die mutig über einen Mann an der Schwelle zur Macht aussagte. Die Veröffentlichung wirft Fragen über Einflussnahme auf hochrangige politische Prozesse auf, bleibt aber ohne direkte Verbindung zu Kavanaughs Handlungen.

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