Frühstartrente: Kabinett beschließt staatliches Vorsorgedepot für Kinder
Wichtige Fakten
- • Kabinett beschloss Gesetzentwurf zur Frühstartrente.
- • Kinder erhalten ab sechs Jahren zehn Euro monatlich.
- • Förderung soll ab 2027 für Jahrgang 2020 starten.
- • Staatliche Einzahlungen können bis zu 2.200 Euro ergeben.
- • Kapitalanlage soll Rendite von etwa 53.000 Euro ermöglichen.
Startschuss für die Frühstartrente
Die Bundesregierung hat den Gesetzentwurf zur Frühstartrente auf den Weg gebracht. Das Bundeskabinett beschloss den Entwurf von Finanzminister Lars Klingbeil. Vom sechsten bis zum 18. Lebensjahr sollen Kinder zehn Euro monatlich vom Staat erhalten. Das Geld fließt in ein Depot und wird langfristig am Kapitalmarkt angelegt. Diese zusätzliche Altersvorsorge soll Kindern den Einstieg in die private Vorsorge erleichtern, unabhängig vom Elternhaus.
Förderung und Details
Wenn das Gesetz zum 1. Januar 2027 in Kraft tritt, beginnt die Förderung mit Kindern des Geburtsjahrgangs 2020. Die Beiträge werden rückwirkend ab Januar 2026 gezahlt. Für ältere Kinder gibt es keine staatliche Förderung. Eltern können zusätzlich bis zu 6.840 Euro pro Jahr einzahlen. Ohne individuelles Depot verwaltet die Bundesbank die Beiträge. Das Kapital kann frühestens mit 65 Jahren ausgezahlt werden, zuvor nicht.
Potenzielle Rendite und Ziele
Laut Finanzministerium könnten staatliche Einzahlungen bis zur Volljährigkeit rund 2.200 Euro ergeben. Ohne weitere Zuzahlungen würden daraus bis zur Rente etwa 53.000 Euro. Diese Rendite ist jedoch nicht garantiert. Klingbeil betont, dass die Frühstartrente Chancengleichheit schafft und Kinder früh an das Sparen heranführen soll. Das Gesetz muss nun den Bundestag passieren.
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