Fünf deutsche Filmemacher gründen DOGMA-25-Bewegung
Wichtige Fakten
- • Fünf Filmschaffende gründeten in Cannes DOGMA 25 Germany.
- • Die Regeln fordern Handschrift, kein Make-up, keine Filmmusik (anders als Original).
- • Dreharbeiten von Çatak, Tykwer und Hegemann beginnen noch 2026.
- • MOIN stellt insgesamt 1,2 Millionen Euro für die fünf Filme bereit.
- • Ursprüngliche DOGMA 95 wurde 1995 in Dänemark von Lars von Trier etabliert.
Projekt in Cannes vorgestellt
Beim Filmfest Cannes haben fünf in Deutschland lebende Filmschaffende das Projekt DOGMA 25 Germany vorgestellt: İlker Çatak, Tom Tykwer, Nora Fingscheidt sowie Kurdwin Ayub und Helene Hegemann. Sie orientieren sich an den Regeln der dänischen Dogma-95-Bewegung, die vor 31 Jahren von Lars von Trier, Thomas Vinterberg, Lone Scherfig und Susanne Bier etabliert wurde. Die Filme sollen ein radikaler Gegenentwurf zum Mainstream-Kino sein.
Zehn Regeln für radikales Kino
Zu den Regeln gehören, das Drehbuch von Hand zu schreiben, nur an Originalschauplätzen zu drehen, auf Make-up zu verzichten und das komplette Equipment gemietet, ausgeliehen oder gefunden zu verwenden. Der kreative Prozess findet ohne Internet statt. Von der ersten Skizze bis zur Endfassung darf nur ein Jahr vergehen.
Produktion und Förderung
Die Produktionen werden von X Filme Creative Pool, Zentropa Hamburg und if…productions finanziert. Die norddeutsche Filmförderung MOIN stellt insgesamt 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Çatak, Tykwer und Hegemann beginnen noch 2026 mit den Dreharbeiten. Fingscheidt dreht 2027.
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