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Gesellschaft 12.05.2026, 05:18

Fußballmanager Matt Beard: Familie fordert mehr mentale Unterstützung

Matt Beard starb im September 2024 im Alter von 47 Jahren.

Wichtige Fakten

  • Matt Beard starb im September 2024 im Alter von 47 Jahren.
  • Seine Frau Debbie fordert regelmäßige, verpflichtende psychische Gesundheitschecks für Trainer.
  • Beard war zweimaliger WSL-Meister mit Liverpool und respektierte Größe im Frauenfußball.
  • Sein Bruder Mark betont den Druck auf Manager, der es schwer macht, Hilfe zu suchen.

Die Tragödie

Am 26. September 2024 starb Matt Beard, einer der erfolgreichsten Trainer im Frauenfußball, im Alter von 47 Jahren. Er gewann mit Liverpool zwei Mal die Women's Super League und galt als beliebt und nahbar. Die Nachricht schockierte die Fußballwelt.

Fehlende Warnsignale

Trotz früherer emotionaler Probleme nach dem Tod seines Vaters 2022 gab es laut Familie keinerlei Anzeichen. „Wir hätten das nie kommen sehen, nicht in einer Million Jahren“, sagt seine Frau Debbie. Sie betont, dass Trainer oft zögern, um Hilfe zu bitten – zu hoch sei der Leistungsdruck und die Erwartung, stets stark zu wirken.

Forderungen nach Veränderung

Debbie Beard fordert nun regelmäßige, verpflichtende psychische Check-ins für Trainer – ähnlich wie die körperliche Betreuung. „Es sollte ein vertrauter Ansprechpartner geben. Jede Woche, ohne dass der Manager darum bitten muss.“ Die League Managers' Association (LMA) verweist auf bestehende Angebote wie vertrauliche Beratung, räumt aber weiteren Schulungsbedarf ein.

Der schwierige Berufsalltag

Matt Beard soll insbesondere unter dem emotionalen Druck gelitten haben, Spieler über ihre Zukunft informieren zu müssen. Hinzu kamen negative Kommentare in sozialen Medien. Sein letzter Vertragsbarkeit war negativ belastet: Nach seiner Kündigung bei Burnley war er drei Monate freigestellt, die Arbeitssituation wirkte belastend.

Verpasste Liebe

Sohn Harry wünscht sich mehr öffentliche Wertschätzung für Trainer. „Nach einer Niederlage wird man im Netz zerrissen – mehr Liebe wäre angebracht.“ Er erinnert sich an seinen Vater gerne am Herd beim Singen; der Familienmensch strahlte Lebensfreude aus, der der harte Alltag letztlich zu viel abverlangte.

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