GameStop bietet 56 Milliarden Dollar für eBay - Übernahme könnte feindlich werden
Wichtige Fakten
- • GameStop bietet 125 Dollar pro eBay-Aktie, je zur Hälfte in bar und Aktien.
- • Ryan Cohen droht mit feindlicher Übernahme, falls eBay-Vorstand ablehnt.
- • Finanzierung teilweise durch 20-Milliarden-Kredit von TD Securities gesichert.
- • eBay-Aktie stieg im nachbörslichen Handel um 13 Prozent.
- • GameStop plant Kosteneinsparungen von 2 Milliarden Dollar jährlich.
Übernahmeangebot bestätigt
Der US-Videospielehändler GameStop hat ein unaufgefordertes Übernahmeangebot für eBay in Höhe von rund 56 Milliarden Dollar vorgelegt. Das bestätigte CEO Ryan Cohen dem Wall Street Journal. Das Angebot besteht aus 125 Dollar pro eBay-Aktie, je zur Hälfte in bar und GameStop-Aktien – ein Aufschlag von rund 20 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag. Die eBay-Aktie stieg daraufhin im nachbörslichen Handel um etwa 13 Prozent auf über 116 Dollar.
Finanzierung und mögliche feindliche Übernahme
GameStop hat eine Kreditzusage von TD Securities über etwa 20 Milliarden Dollar, die restliche Finanzierung ist unklar. Cohen erwägt laut Wall Street Journal auch die Einbeziehung externer Investoren wie Staatsfonds aus dem Nahen Osten. Sollte der eBay-Vorstand das Angebot ablehnen, will sich GameStop direkt an die Aktionäre wenden – eine feindliche Übernahme. eBay äußerte sich zunächst nicht.
Strategie und Kostenplan
Cohen plant, die fusionierte Firma als Amazon-Konkurrenten zu positionieren. Er würde selbst CEO ohne Gehaltszahlungen, vergütet nur über den Aktienkurs. Kosteneinsparungen von zwei Milliarden Dollar jährlich sollen vor allem im Vertrieb und Marketing bei eBay erzielt werden. Die 1.600 GameStop-Filialen in den USA sollen als Knotenpunkte für Identitätsprüfung, Abholung und Live-Commerce dienen.
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