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Klima 25.08.2026, 11:04 Aktualisiert: 25.08.2026, 12:08

Geplante Rechenzentren in Großbritannien: Klimasorgen wachsen

Zwei Rechenzentren produzieren jährlich über 4,5Mio. t CO2.

Wichtige Fakten

  • Zwei Rechenzentren produzieren jährlich über 4,5Mio. t CO2.
  • Das übersteigt Exxons UK-Emissionen von 3,9Mio. t.
  • 315 Rechenzentren warten auf Netzanbindung mit 73GW Bedarf.
  • Gas-Kraftwerke vor Ort sollen Projekte energieversorgen.

Hohe Emissionen geplanter Rechenzentren

Einer Analyse der Non-Profit-Organisation Foxglove zufolge werden die geplanten Rechenzentren Wapseys Wood in Buckinghamshire und Quest Park in Bedfordshire bei Volllast mehr als 4,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ausstoßen. Das ist mehr als die gesamten Treibhausgasemissionen des Mineralölkonzerns ExxonMobil in Großbritannien im Jahr 2023, die laut dem Thinktank Ember bei 3,9 Millionen Tonnen lagen.

Energiehunger der KI-Rechenzentren

KI-Rechenzentren benötigen enorme Mengen Strom für Server, Kühlung und Infrastruktur. Aktuell warten 315 Rechenzentren auf einen Anschluss an das britische Stromnetz; ihre Nachfrage beträgt 73 Gigawatt – fast das Doppelte des gesamten britischen Spitzenbedarfs im Winter. Wegen langer Wartezeiten planen die beiden Projekte, eigene Gaskraftwerke vor Ort zu errichten. Foxglove berechnete auf Basis offizieller Daten zur CO2-Intensität des Stroms jährliche Emissionen von etwa 4.577.000 Tonnen für die zwei Standorte.

Kritik an schneller Genehmigung

Die Projekte sind unter den ersten, die im beschleunigten Verfahren für national bedeutende Infrastruktur (NSIP) genehmigt werden sollen. Kritiker wie die ehemalige Grünen-Chefin Caroline Lucas bezeichnen die Emissionen als „absolut entsetzlich“ und fordern mehr Transparenz und lokale Kontrolle. Umweltorganisationen wie Friends of the Earth und Global Action Plan warnen, die Vorhaben seien eine ernste Bedrohung für die britischen Klimaziele. Die Regierung verteidigt die Rechenzentren als wirtschaftlich wichtig und verweist auf den Ausbau erneuerbarer Energien, räumt aber Unsicherheiten bei der Einhaltung des siebten Kohlenstoffbudgets ein.

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