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Gesellschaft 29.03.2026, 14:05

Gesundheitsreform: GKV warnt vor Patientenbürden und fordert Strukturänderungen

GKV lehnt höhere Zuzahlungen und Leistungskürzungen für Patienten ab

Wichtige Fakten

  • GKV lehnt höhere Zuzahlungen und Leistungskürzungen für Patienten ab
  • Arbeitgeber fordern Ausgabenmoratorium zur Beitragsstabilisierung
  • Expertenkommission soll erste Reformvorschläge vorlegen
  • Finanzlücke von 12-14 Mrd. Euro für 2027 erwartet
  • Debatte über Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern

Debatte um Gesundheitsreform

Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) haben sich im Rahmen der geplanten Gesundheitsreform gegen Leistungskürzungen und Beitragserhöhungen für Patienten ausgesprochen. GKV-Chef Oliver Blatt bezeichnete höhere Zuzahlungen oder ein Eintrittsgeld für Arztpraxen als "falschen Weg" und forderte stattdessen mutige Strukturreformen, um die extreme Ausgabendynamik zu bremsen. Der Sozialverband VdK und die Deutsche Stiftung Patientenschutz unterstützen diese Position und warnen vor weiteren Belastungen der Versicherten.

Gegensätzliche Forderungen

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger fordert hingegen ein Ausgabenmoratorium für die Krankenkassen, um Beitragserhöhungen zu stoppen. In der Koalition wird über die Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern diskutiert, was zu monatlichen Mindestbeiträgen von etwa 225 Euro führen könnte. Eine von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eingesetzte Expertenkommission soll erste Vorschläge vorlegen, um die Kassen angesichts einer erwarteten Finanzlücke von 12 bis 14 Milliarden Euro im Jahr 2027 zu stabilisieren.

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