Tödlicher Angriff auf Getreidefrachter vor Odessa: Ukraine reagiert mit massivem Drohnenangriff
Wichtige Fakten
- • Zehn Tote bei russischem Angriff auf Frachter 'Golden Leo'.
- • Ukraine startete als Vergeltung über 400 Drohnen gegen Russland.
- • 381 ukrainische Drohnen wurden von Russland abgewehrt.
- • Russische Angriffe auf Kiew und Saporischschja forderten weitere Opfer.
- • Neuer britischer Premier Burnham sichert Ukraine Unterstützung zu.
Angriff auf Getreidefrachter
Nach ukrainischen Angaben hat Russland einen zivilen Getreidefrachter im Schwarzen Meer beschossen. Der Zwischenfall ereignete sich nahe Odessa, als das Schiff unter der Flagge Guinea-Bissaus das Kampfgebiet verlassen wollte. Nach ukrainischen Angaben kamen zehn Menschen ums Leben, darunter ein ukrainischer Lotse. Acht Besatzungsmitglieder wurden gerettet. Die ukrainische Marine teilte mit, dass die türkische 'Golden Leo' mit drei Marschflugkörpern getroffen wurde. Der neue ukrainische Regierungschef Serhij Korezkyj bestätigte den Treffer beim Auslaufen. Die ukrainische Marine bezeichnete den Angriff als „Terrorakt“ und schweren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht. Die Besatzung stammte überwiegend aus Indien und Syrien.
Ukrainische Vergeltungsschläge
Kiew wertet den Angriff als gezielten Terrorakt und schweren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht. Als Reaktion leitete die Ukraine einen massiven Drohnenangriff auf russisches Gebiet ein. Laut ukrainischen Angaben trafen Drohnen ein Öldepot und Logistikeinrichtungen in der Region Moskau sowie zwei Tanker der russischen Schattenflotte und vier Frachtschiffe. Das russische Verteidigungsministerium meldete 381 abgeschossene Drohnen, während der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte, die Ukraine habe über 400 Drohnen abgefeuert. Zehn Menschen wurden in der Region Moskau verletzt, in der Grenzregion Belgorod gab es ein Todesopfer und vier Verletzte.
Weitere russische Angriffe
Russland griff zudem die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Raketen an, wobei es mehrere Verletzte gab. In der Stadt Saporischschja töteten russische Lenkbomben mindestens zwei Menschen und verletzten 42 weitere, darunter Kinder. Nach Behördenangaben wurden in dieser Woche in der Region Odessa 28 Tote bestätigt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bat die internationale Gemeinschaft um Unterstützung. Er gratulierte zudem dem neuen britischen Premierminister Andy Burnham, der der Ukraine „100%“ Unterstützung zusicherte.
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