Gewitter-Asthma: Wenn Regen für Allergiker gefährlich wird
Wichtige Fakten
- • 2016 in Australien: 9.000 Patienten, 9 Tote durch Gewitter-Asthma.
- • Starke Böen wirbeln Pollen auf, die platzen und feine Partikel freisetzen.
- • Elektrische Felder in Gewittern können Pollen zum Platzen bringen.
- • Deutschland: Bisher wenige Fälle, aber Klimawandel erhöht Risiko.
Was ist Gewitter-Asthma?
Gewitter können für Menschen mit Heuschnupfen oder Asthma gefährlich werden: Sie lösen Asthmaanfälle aus. Am bekanntesten ist das Ereignis in Melbourne 2016, als nach einem Gewitter über 9.000 Menschen Atemnot bekamen und neun starben. Dieses Phänomen tritt auf, wenn hohe Gräserpollenkonzentrationen und ein schweres Gewitter zusammentreffen.
Forschung zu Ursachen
Die genauen Mechanismen sind noch unklar. Eine Hypothese: Starke Winde wirbeln Pollen auf, die in der feuchten Luft aufquellen und zerplatzen. Entstehende Sub-Pollen-Partikel dringen tief in die Bronchien ein. Eine australische Laborstudie zeigt, dass elektrische Ladung im Gewitter diesen Effekt verstärken kann. Kritiker bemängeln, dass die Laborbedingungen nicht der realen Umwelt entsprechen.
Risiko in Deutschland
In Deutschland ist das Risiko bisher gering, doch der Klimawandel bringt mehr Gewitter und eine intensivere Pollensaison. Allergikern wird geraten, bei Gewittern drinnen zu bleiben und eine Hyposensibilisierung zu erwägen.
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