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International 17.06.2026, 05:00 Aktualisiert: 17.06.2026, 12:05

Ghana richtet erste große Konferenz zur Wiedergutmachung nach UN-Resolution aus

Ghana veranstaltet erste große Konferenz zur Wiedergutmachung nach UN-Resolution.

Wichtige Fakten

  • Ghana veranstaltet erste große Konferenz zur Wiedergutmachung nach UN-Resolution.
  • Die UN-Resolution erklärte den Sklavenhandel zum Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
  • Teilnehmer aus über 80 Ländern diskutieren in Accra über konkrete Maßnahmen.
  • Frankreichs Präsident Macron sprach erstmals von „Reparationen“ für Sklaverei.
  • Papst Leo XIV. entschuldigte sich für die Rolle des Vatikans bei der Sklaverei.

Hintergrund der Konferenz

Ghana ist Gastgeber einer historischen Konferenz zur Wiedergutmachung für die transatlantische Sklaverei. Heads of State and Government, Minister, Vertreter der Zivilgesellschaft und Experten aus über 80 Ländern treffen sich vom 17. bis 19. Juni in Accra zur Konferenz „Next Steps“. Dies ist das erste große Treffen seit der bahnbrechenden UN-Resolution im März 2025, die den Sklavenhandel als das schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit anerkannte. 123 Staaten stimmten dafür, drei (USA, Israel, Argentinien) dagegen, 52 enthielten sich, darunter Großbritannien und alle EU-Staaten.

Ziele und Bedeutung

Ziel der Konferenz ist es, eine gemeinsame institutionelle Verpflichtung zu Wiedergutmachung und Versöhnung zu schaffen. Diskutiert werden unter anderem die Einrichtung globaler Gremien für Wiedergutmachungsgerechtigkeit und die Rückgabe von Kulturgütern. Redner sind unter anderem AU-Kommissionschef Mahamoud Ali Youssouf, Barbudas Premierministerin Mia Mottley sowie die Präsidenten Ghanas, Liberias, Namibias, Senegals und Frankreichs. Ein Höhepunkt ist eine Veranstaltung am 19. Juni in der Osu-Festung, einer ehemaligen Sklavenhändlerfestung, zum Gedenken an Juneteenth.

Bereits im Mai 2025 rief Frankreichs Präsident Macron erstmals zu „Reparationen“ für die französische Rolle in der Sklaverei auf. Auch Papst Leo XIV. entschuldigte sich für die vatikanische Mitschuld. Die Konferenz soll die Dynamik nutzen, um praktische Schritte zur Wiedergutmachung zu definieren.

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