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International 09.03.2026, 14:37 Aktualisiert: 09.03.2026, 18:10

Golfstaaten unter iranischem Beschuss: Verteidigungsfähigkeiten und ukrainische Hilfe

Iran attackiert Golfstaaten mit Raketen und Drohnen trotz deren Neutralität im USA-Israel-Konflikt.

Wichtige Fakten

  • Iran attackiert Golfstaaten mit Raketen und Drohnen trotz deren Neutralität im USA-Israel-Konflikt.
  • Westliche Luftabwehrsysteme wie THAAD und Patriot vereiteln viele Raketenangriffe, aber nicht alle Drohnen.
  • Ukraine bietet Golfstaaten Drohnen und Drohnenabwehrsysteme an, Fachleute sind bereits unterwegs.
  • Experten fordern Rückkehr zu kollektiver Sicherheit innerhalb des Golfkooperationsrates.
  • Offizielle Position der Golfstaaten bleibt ausgewogen, mit Fokus auf Verhandlungen statt militärischer Eskalation.

Zusammenfassung der Lage

Iran führt anhaltende Angriffe auf die Golfstaaten durch, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und andere Nachbarn am Persischen Golf, obwohl sich diese Staaten nicht am Krieg der USA und Israels beteiligen. Die Attacken zielen auf US-Stützpunkte, zivile Infrastruktur, Wohngebiete und Flughäfen. Die Golfstaaten setzen auf moderne Luftabwehrsysteme wie THAAD und Patriot aus den USA, Frankreich und Großbritannien, die viele iranische Kurz- und Mittelstreckenraketen abfangen können, aber weniger effektiv gegen Drohnen in Bodennähe sind.

Internationale Reaktionen und Unterstützung

Die Ukraine hat angeboten, mit Drohnen und Drohnenabwehrsystemen zu helfen, und ukrainische Fachleute sind bereits in den Nahen Osten unterwegs. Experten wie Simon Henderson vom Washington Institute For Near East Policy betonen, dass westliche Waffenkäufe keine Garantie für Schutz vor Iran bieten. Saudi-arabische Analysten fordern eine Rückkehr zur kollektiven Sicherheit innerhalb des Golfkooperationsrates mit zentralisiertem Kommando und dezentralisierten Fähigkeiten. Die Arabische Liga verurteilt die iranischen Angriffe scharf, während die EU und der Golf-Kooperationsrat zu Dialog und Diplomatie aufrufen, aber auch das Recht auf Selbstverteidigung betonen.

Politische Positionen und Ausblick

Offiziell bleiben die Golfstaaten, vertreten durch Emirate-Staatsministerin Reem Al Hashimi, bei einer ausgewogenen Position, die keine Ausdehnung des Konflikts und keine militärischen Lösungen anstrebt, sondern Verhandlungen als rationalen Weg aus der Krise sieht. Dennoch deuten Experteneinschätzungen darauf hin, dass die Golfstaaten weiterhin auf ihre westlichen Verbündeten setzen und Verteidigungsfähigkeiten ausbauen werden, um ein militärisches Gleichgewicht zu Iran aufzubauen, anstatt auf Kooperation mit Teheran zu setzen.

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