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Regierung kündigt formelle Entschuldigung für Zwangsadoptionen in England an
Downing Street wird sich im Namen des Staates für Zwangsadoptionen in England entschuldigen.
Wichtige Fakten
- • Downing Street wird sich im Namen des Staates für Zwangsadoptionen in England entschuldigen.
- • Bridget Phillipson bezeichnete die Praktiken als „schändliche Periode“ der Geschichte.
- • Zwischen 1949–1976 wurden rund 185.000 Babys verheirateten Müttern weggenommen.
- • Walisische und schottische Regierung entschuldigten bereits 2023 offiziell.
- • Betroffene fordern neben der Entschuldigung finanzielle Entschädigung.
Volle Entschuldigung für Zwangsadoptionen in England
Die britische Regierung wird eine formelle Entschuldigung im Namen des Staates für historische Zwangsadoptionen in England aussprechen. Bildungsministerin Bridget Phillipson bestätigte dies vor dem Bildungsausschuss des Unterhauses und bezeichnete die Praktiken als „schändliche Periode“ der Geschichte. Der Premierminister werde weitere Details bekannt geben. Der Schritt folgt auf Forderungen des Bildungsausschusses, der eine öffentliche Entschuldigung als notwendig erachtet, um das Unrecht anzuerkennen.Hintergrund der Entschuldigung
Zwischen 1949 und 1976 wurden in England und Wales etwa 185.000 Babys von unverheirateten Müttern getrennt und zur Adoption freigegeben – oft unter Druck und Scham. Religiöse Organisationen betrieben die meisten Mutter-Kind-Heime, Wohltätigkeitsorganisationen und Kommunen finanzierten die Unterbringung und Vermittlung. Die schottische und walisische Regierung sowie die katholische Kirche hatten sich bereits zuvor entschuldigt. Auch Irland und Australien haben nach entsprechenden Entschuldigungen finanzielle Entschädigungsprogramme eingeführt. Vertreter der Bewegung für eine Adoptionsentschuldigung begrüßten das Versprechen und forderten konkrete Unterstützungsleistungen für die Betroffenen.Forderungen der Betroffenen
Betroffenenverbände wie die Adult Adoptee Bewegung fordern die Bereitstellung eigenständiger psychologischer Unterstützung sowie den verbesserten Zugang zu Adoptionsakten und die Einbindung von Adoptierten in künftige Entscheidungsprozesse. Ein Bericht des britischen Gemeinsamen Menschenrechtsausschusses aus dem Jahr 2022 hatte bereits die Entschuldigung empfohlen. Die damalige konservative Regierung entschuldigte sich zwar „im Namen der Gesellschaft“, hielt eine formelle Entschuldigung jedoch nicht für angemessen, da der Staat die Praktiken nicht aktiv unterstützt habe.Das könnte Sie auch interessieren
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