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Gesellschaft 17.06.2026, 10:11 Aktualisiert: 17.06.2026, 12:05

Großbritannien entschuldigt sich für Zwangsadoptionen

Regierung entschuldigt sich im Namen des Staates für Zwangsadoptionen in England.

Wichtige Fakten

  • Regierung entschuldigt sich im Namen des Staates für Zwangsadoptionen in England.
  • Bildungsministerin nannte die Praxis eine „schändliche Periode“ der Geschichte.
  • Zwischen 1949 und 1976 wurden ca. 185.000 Babys adoptiert.
  • Wales und Schottland entschuldigten sich bereits 2023.
  • Betroffene fordern seit langem eine offizielle Entschuldigung.

Volle Entschuldigung für Zwangsadoptionen in England

Die britische Regierung wird eine formelle Entschuldigung im Namen des Staates für historische Zwangsadoptionen in England aussprechen. Bildungsministerin Bridget Phillipson bestätigte dies vor dem Bildungsausschuss des Unterhauses und bezeichnete die Praktiken als „schändliche Periode“ der Geschichte. Der Premierminister werde weitere Details bekannt geben. Der Schritt folgt auf Forderungen des Bildungsausschusses, der eine öffentliche Entschuldigung als notwendig erachtet, um das Unrecht anzuerkennen. Zwischen 1949 und 1976 wurden in England und Wales etwa 185.000 Babys von unverheirateten Müttern getrennt und zur Adoption freigegeben – oft unter Druck und Scham. Die schottische und walisische Regierung sowie die katholische Kirche hatten sich bereits zuvor entschuldigt. Betroffene und Organisationen fordern nun auch finanzielle Entschädigungen.

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