Großbritannien plant KI-Alterserkennung für junge Asylsuchende
Wichtige Fakten
- • UK vergibt 322.000-Pfund-Auftrag für KI-Alterserkennung.
- • Mehr als 100 Organisationen kritisieren die Pläne.
- • KI soll Erwachsene erkennen, die sich als Minderjährige ausgeben.
- • Fehleinschätzungen könnten Kinder in Gefängnisse bringen.
- • Letzte Entscheidung bleibt bei Einwanderungsbeamten.
Kritik an KI-Alterserkennung
Die britische Regierung plant, KI-basierte Gesichtserkennung zur Altersbestimmung junger Asylsuchender einzusetzen. Ein Konsortium von über 100 Organisationen warnt, dass dies dazu führen könnte, dass mehr Kinder fälschlicherweise in Erwachsenengefängnissen oder Abschiebehaftanstalten landen. Das Innenministerium vergab bereits einen Auftrag im Wert von 322.000 Pfund an Akhter Computers Ltd, um die Technologie zu testen.
Komplexität der Alterseinschätzung
In einem Report der Refugee and Migrant Children's Consortium heißt es, dass Trauma, Mangelernährung und Fluchterfahrungen das Aussehen junger Flüchtlinge stark beeinflussen können. KI könne diese Faktoren nicht berücksichtigen. Die Organisationen fordern, dass KI nur ergänzend und nicht ersetzend zu Sozialarbeiterbewertungen eingesetzt wird. Zudem müssten Betroffene Zugang zu rechtlichem Beistand und Widerspruchsrecht haben.
Regierung verteidigt Pläne
Grenzsicherheitsminister Alex Norris argumentiert, dass viele Erwachsene falsche Altersangaben machen, um das System zu missbrauchen. Die KI solle daher helfen, echte Kinder zu schützen. Das Innenministerium betont, dass die endgültige Entscheidung weiter bei den Einwanderungsbeamten liege und die Technologie vor dem nationalen Einsatz gründlich getestet werde.
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