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Gesellschaft 11.07.2026, 12:00 Aktualisiert: 11.07.2026, 15:04

Haie, Drohnen und Sicherheit: Mehr Sichtungen, aber nicht mehr Gefahr

Wahrscheinlichkeit eines Haiangriffs: 1 zu 4,3 Millionen.

Wichtige Fakten

  • Wahrscheinlichkeit eines Haiangriffs: 1 zu 4,3 Millionen.
  • 2025 gab es 65 unprovozierte Bisse – unter dem Zehnjahresschnitt von 72.
  • New York gab 2023 1 Mio. Dollar für Drohnen aus, 2025 weitere 322.000 Dollar.
  • Drohnen sehen nur Haie an der Oberfläche, nicht unter 1,5 Metern.
  • Australien kündigte 34 Mio. Dollar für Haifischüberwachung an.

Mehr Drohnen, mehr Sichtungen – aber keine größere Gefahr?

In den USA und Australien investieren Staaten zunehmend in Drohnen zur Überwachung von Haien an Stränden. Experten warnen jedoch: Die Zunahme der Sichtungen spiegelt nicht unbedingt eine Zunahme der Haie wider. Vielmehr entdecken die eingesetzten Drohnen einfach mehr Tiere. Laut dem Woods Hole Oceanographic Institution beträgt die Wahrscheinlichkeit, von einem Hai gebissen zu werden, nur 1 zu 4,3 Millionen. Tatsächlich lag die Zahl unprovozierter Bisse 2025 mit 65 unter dem Zehnjahresschnitt von 72.

Dennoch geben Behörden Millionen aus. New York kündigte 2023 eine Million Dollar für Drohnen an und investierte 2025 weitere 322.000 Dollar. Forscher kritisieren: Drohnen sehen nur Haie an der Wasseroberfläche, aber nicht knapp darunter. Zudem könnten sie ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln. An Stränden in Wellfleet (Massachusetts) tauchten vermehrt weiße Haie auf – allerdings wegen einer Erholung der Robbenpopulation, ihrer Beute. Die Tiere greifen Menschen laut Experten nicht aggressiv an. In New York führten Sichtungen diesen Sommer bereits 23 Mal zu Strandschließungen – deutlich mehr als im Vorjahr.

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