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Wirtschaft 20.03.2026, 14:32

Handelsdefizit bei Autos: EU importiert erstmals mehr aus China als sie exportiert

EU-Importe aus China stiegen 2025 auf 22 Mrd. Euro, Exporte sanken auf 16 Mrd. Euro.

Wichtige Fakten

  • EU-Importe aus China stiegen 2025 auf 22 Mrd. Euro, Exporte sanken auf 16 Mrd. Euro.
  • Deutsche Autoexporte nach China haben sich seit 2022 mehr als halbiert.
  • Deutsche Zulieferer verzeichneten 2025 einen Umsatzrückgang von 4% und Stellenabbau von 10%.

Handelswende mit China

Die Europäische Union hat im Jahr 2025 erstmals mehr Autos und Autoteile aus China importiert als dorthin exportiert, was zu einem Handelsdefizit von sechs Milliarden Euro führte, so eine Analyse von EY. Die EU-Importe stiegen auf einen Rekordwert von 22 Milliarden Euro, während die Exporte nach China um 34 Prozent auf 16 Milliarden Euro einbrachen.

Folgen für Deutschland

Für die deutsche Autoindustrie bedeutet dies eine deutliche Verschlechterung: Die Exporte nach China haben sich seit dem Rekordjahr 2022 mehr als halbiert, und China ist nur noch das sechstwichtigste Exportland. Gleichzeitig stiegen die Kfz-Importe aus China um zwei Drittel, was zu massiven Überkapazitäten führt, während die Exporte in die USA um 18 Prozent sanken.

Herausforderungen für Zulieferer und E-Mobilität

Besonders betroffen sind deutsche Zulieferer, deren Umsatz 2025 um vier Prozent sank und die Beschäftigung um über zehn Prozent zurückging; seit 2019 fiel fast jede vierte Stelle weg. EY-Experte Constantin Gall warnt vor einem "Elektro-Desaster", da viele Investitionen in E-Mobilität nicht die erhofften Erfolge brachten und Hersteller nun zurück zum Verbrenner schwenken, was weitere Kosten verursacht.

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