Heiner Wilmer als neuer DBK-Vorsitzender: Brückenbauer mit Reformanspruch
Wichtige Fakten
- • Heiner Wilmer folgt auf Georg Bätzing als DBK-Vorsitzender.
- • Wilmer leitet seit 2018 das Bistum Hildesheim und gilt als Brückenbauer.
- • Er wandte sich erstmals an Betroffene sexuellen Missbrauchs in der Kirche.
- • Reformgruppen wie ZdK und BDKJ mahnen Fortsetzung der Reformen an.
- • Die EKD zeigt sich optimistisch über die künftige Zusammenarbeit.
Neuwahl an der Spitze
Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer ist zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt worden und folgt auf Georg Bätzing, der nicht für eine zweite Amtszeit angetreten war. Wilmer steht seit 2018 an der Spitze des Bistums Hildesheim und gilt als Brückenbauer zwischen reformorientierten und konservativen Kräften innerhalb der katholischen Kirche.
Internationales Profil und Reformpositionen
Der promovierte Theologe verfügt über umfangreiche internationale Erfahrung, darunter eine Lehrtätigkeit in der New Yorker Bronx und eine Zeit als Generaloberer seines Ordens in Rom. In der Bischofskonferenz leitete er bisher die Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen und positionierte sich zu Themen wie Demokratie und Klimaschutz. Als vergleichsweise progressiv erprobt er in seinem Bistum Leitungsmodelle mit Frauen in Führungspositionen und spricht sich für eine Erneuerung der Sexualmoral sowie die Segnung homosexueller Paare aus.
Erste Stellungnahmen und Reaktionen
In seiner ersten Pressekonferenz betonte Wilmer die gesellschaftliche Rolle der Kirche als wichtigen Anker und Säule durch soziales Engagement und wandte sich zudem an Betroffene sexuellen Missbrauchs, deren Stimmen gehört werden müssten. Reformgruppen wie das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) appellierten an seinen Reformwillen und mahnten die Fortführung von Reformen an. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) zeigte sich optimistisch und sieht in Wilmer einen aufgeschlossenen Gesprächspartner für die künftige Zusammenarbeit.
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