Heizungsbauer setzen weiter auf Wärmepumpen trotz neuer Gesetzeslage
Wichtige Fakten
- • Kunden kaufen zu 90% Wärmepumpen.
- • Neues Gesetz erlaubt wieder Gas- und Ölheizungen.
- • Biotreppe soll Grüngasquote bis 2040 auf 60% erhöhen.
- • Agora Energiewende warnt vor knappem Biogas.
- • Verbraucherzentrale sieht Kostenfalle für fossile Heizungen.
Trend zu Wärmepumpen hält an
Heizungsbauer Michael Mundle aus Sindelfingen berichtet, dass 90 Prozent seiner Kunden Wärmepumpen statt Öl- oder Gasheizungen wählen. Das Gebäudemodernisierungsgesetz, das fossile Heizungen wieder erlaubt, ändert daran wenig. Kunden seien von der Effizienz und den langfristig niedrigeren Kosten überzeugt.
Kritik an Biotreppe
Die im Gesetz vorgesehene Biotreppe, die eine Quote für Biogas und Grünheizöl vorsieht, wird von Fachleuten kritisiert. Julia Bläsius von der Denkfabrik Agora Energiewende hält Biogas für knapp und plädiert für den Einsatz in der Industrie statt in Gebäuden. Heizungsbauer Mundle bezweifelt, ob die benötigten Mengen bereitgestellt werden können.
Unsicherheit bei Verbrauchern
Ramona Pop von der Bundesverbraucherzentrale warnt, das neue Gesetz könne zur Kostenfalle werden, da fossile Heizungen weiterhin eingebaut werden dürfen und langfristig teurer sind. Denkbar sind steigende CO2-Preise und sinkende Attraktivität des Gasnetzes durch weniger Nutzer.
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