Hunger als Kriegswaffe: Über 20.000 Angriffe auf Nahrungsversorgung seit 2018
Wichtige Fakten
- • Seit 2018 wurden 21.403 Angriffe auf die Nahrungsversorgung dokumentiert.
- • Am stärksten betroffen: Palästinensische Gebiete (9.013 Angriffe), Jemen, Sudan.
- • Frauen sind aufgrund von Hunger und Gewalt besonders gefährdet.
- • UN-Resolution 2417 gegen Aushungern wird mangelhaft umgesetzt.
Steigende Gewalt gegen Nahrungsquellen
Mehr als 20.000 Angriffe auf Märkte, Farmen und Lebensmittelverteilungssysteme wurden seit 2018 dokumentiert, wie eine Analyse von Insecurity Insight zeigt. Die Daten belegen eine gezielte Waffeneinsatz von Hunger, insbesondere in Konfliktregionen. Besonders stark betroffen sind Gaza (9.013 Angriffe), Jemen (1.863) und Sudan (1.605), wo kürzlich bei einem Drohnenangriff auf einen Markt 28 Menschen starben.
Zivile Opfer und verfehlte UN-Resolution
Seit 2023 wurden über 10.300 Menschen getötet oder verletzt, während sie versuchten, Nahrungsmittelhilfe zu erhalten. Die Studie kritisiert, dass UN-Resolution 2417, die das Aushungern von Zivilisten verbietet, auf Mitgliedstaaten-Ebene unzureichend umgesetzt wird. Experten fordern konkrete Maßnahmen gegen Verstöße.
Frauen und Kinder tragen Hauptlast
Frauen sind überproportional betroffen: Sie gehen größere Risiken ein, um Essen zu besorgen, und reduzieren oft ihre eigene Nahrungsaufnahme zugunsten der Familie. Die langfristigen Folgen für Kinder sind verheerend und betreffen Gesundheit, Lernen und Entwicklung.
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