Illegale Online-Casinos zielen auf deutsche Spieler – Millionenverluste durch dubioses Netzwerk
Wichtige Fakten
- • Ein Netzwerk von rund 120 illegalen Online-Casinos zielt auf deutsche Spieler.
- • Hinter den Seiten steht der Glücksspielkonzern Soft2Bet mit seiner Infrastruktur.
- • Soft2Bet und verbundene Firmen erhielten seit 2020 über 600 Millionen Euro aus illegalen Geschäften.
- • Spieler wurden trotz Sperren zur Rückkehr animiert, sogar mit Drohungen.
- • Die deutsche Glücksspielbehörde GGL sieht keine ausreichenden Beweise für ein Vorgehen.
Whistleblower-Leak deckt illegales Glücksspiel-Netzwerk auf
Ein Whistleblower-Leak zeigt, dass ein Netzwerk von rund 120 Online-Glücksspielseiten ohne deutsche Lizenz gezielt Spieler aus Deutschland anspricht. Hinter dem Netzwerk steht der auf Zypern und Malta ansässige Glücksspielkonzern Soft2Bet mit seinem Gründer Uri Poliavich. Interne Dokumente belegen, dass Soft2Bet von 2020 bis 2024 über 600 Millionen Euro aus illegalen Geschäften erhielt.
Spieler werden trotz Sperren bedrängt
Insider berichten, dass Spieler, die sich wegen ihrer Sucht hatten sperren lassen, von sogenannten VIP-Beratern zur Rückkehr animiert wurden. Es gab Telefonate mit verzweifelten Spielern, die Suizid androhten. Spieler bestätigten Bedrängungen, weiterzuspielen. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) kennt Soft2Bet als technischen Akteur, sieht aber keine ausreichenden gerichtsfesten Beweise für strafbare Handlungen in Deutschland.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.