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International 20.05.2026, 18:07 Aktualisiert: 20.05.2026, 23:01

Internationale Kritik nach Ben-Gvir-Video zu Gaza-Flottille

Ben-Gvir postete Video mit gefesselten Aktivisten.

Wichtige Fakten

  • Ben-Gvir postete Video mit gefesselten Aktivisten.
  • 430 Aktivisten aus 40 Ländern wurden festgesetzt.
  • Internationale Kritik von USA, UK, Italien, Kanada, Australien, Deutschland.
  • Israels Premier Netanjahu distanzierte sich von Ben-Gvirs Verhalten.
  • Mehrere Regierungen bestellten israelische Botschafter ein.

Ben-Gvir löst diplomatischen Eklat aus

Israels rechtsextremer Polizeiminister Itamar Ben-Gvir hat mit einem auf X veröffentlichten Video internationale Empörung ausgelöst. Es zeigt ihn im Hafen von Aschdod, wo er eine israelische Flagge schwenkt und vor gefesselten, knienden Aktivisten der internationalen Gaza-Hilfsflottille spottet. Die Flottille „Global Sumud Flotilla" mit etwa 50 Booten und 430 Teilnehmern aus über 40 Ländern war am Montag von israelischen Marinekräften in internationalen Gewässern gestoppt worden. Israelische Behörden brachten alle Aktivisten an Land; die israelische Anwaltsorganisation Adalah berichtet von systematischen Misshandlungen und Erniedrigungen.

Internationale Reaktionen und interne Kritik

Die Kritik reicht von US-Botschafter Huckabee („abscheulich") über die EU-Staaten bis zu Israels eigenem Regierungschef Netanjahu, der das Verhalten als nicht mit israelischen Werten vereinbar bezeichnete und die Ausweisung der Aktivisten anordnete. Außenminister Saar schrieb, Ben-Gvir habe dem Staat wissentlich geschadet. Italien, Griechenland, Deutschland, die Niederlande, Spanien und Kanada bestellten israelische Botschafter ein oder forderten eine förmliche Entschuldigung.

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