Iran-Konflikt treibt Anleiherenditen weltweit auf Rekordniveau
Wichtige Fakten
- • 10-jährige UK-Staatsanleihen erreichen Rendite von 5,081% - höchster Stand seit 2008.
- • Iran-Konflikt und geschlossene Straße von Hormuz treiben Ölpreise über 110 USD.
- • Bank of England könnte Zinsen aggressiver erhöhen als Fed oder EZB.
- • Finanzmärkte erwarten mindestens zwei Zinserhöhungen in Großbritannien für 2026.
- • Wirtschaftsexperten warnen vor Vertrauensverlust in die Geldpolitik der Bank of England.
Marktturbulenzen durch Iran-Konflikt
Die Renditen für 10-jährige britische Staatsanleihen sind auf 5,081% gestiegen, den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2008. Dieser Anstieg um 13 Basispunkte ist Teil eines globalen Anleihenverkaufs, der durch den anhaltenden Iran-Konflikt ausgelöst wurde. Der Ölpreis (Brent) bleibt über 110 US-Dollar pro Barrel, nachdem die Straße von Hormuz effektiv geschlossen wurde, was zu Inflationsängsten führt.
Auswirkungen auf die Geldpolitik
Die Bank of England steht unter Druck, die Zinsen aggressiver zu erhöhen als die US-Notenbank oder die EZB, um eine Verankerung hoher Inflation zu verhindern. Finanzmärkte erwarten mindestens zwei Zinserhöhungen in 2026. Ökonomen warnen jedoch, dass die britische Wirtschaft schwächer als 2022 ist, mit langsamerem Wachstum und steigender Arbeitslosigkeit.
Glaubwürdigkeitsprobleme der Zentralbank
Die Bank of England kämpft mit Glaubwürdigkeitsproblemen, nachdem sie den Inflationsanstieg 2022 unterschätzt hatte. Ein Bericht des National Institute of Economic and Social Research zeigt, dass Experten eine restriktivere Zinspolitik befürworten, um das Vertrauen wiederherzustellen. Ehemalige Bank-Vizegouverneure wie Charlie Bean betonen die Notwendigkeit wachsamer Geldpolitik.
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