Internet-Rückkehr im Iran: Zwischen Erleichterung und neuer Verzweiflung
Wichtige Fakten
- • 88 Tage nahezu totale Internetsperre im Iran.
- • Seit 26. Mai 2026 teilweise Wiederherstellung der Konnektivität.
- • Viele Iraner reagieren skeptisch und fürchten verstärkte Überwachung.
- • Air ftp-regierung legalisiert teils kostenpflichtige Internetpro-Offerte.
- • Menschen trauern um Getötete und bangen um die ungewisse Zukunft.
Verhaltene Rückkehr ins Netz
Nach 88 Tagen einer fast vollständigen Internet-Sperre kehrte am 28. Mai im Iran teilweise Konnektivität zurück. Die ersten Reaktionen waren jedoch nicht von Feierlaune geprägt, sondern von Skepsis, Trauer und Wut. Viele Bürger sehen die Lockerung nicht als Zeichen der Freiheit, sondern als Möglichkeit des Regimes, die Bevölkerung noch stärker zu überwachen – sie sprechen von „Filternet“.
Kriegsmüdigkeit und wachsende Verzweiflung
Drei Monate nach Beginn der US-amerikanischen und israelischen Angriffe gegen den Iran ist die Hoffnung auf einen Regimewechsel verflogen, wie ein Reporter vor Ort berichtet. In den Straßen dominieren abends Anhänger der Regierung, während sich Kritiker zurückziehen. Wirtschaftlich geht es steil bergab – der Alltag vieler Menschen ist geprägt von explodierenden Preisen und Auftragsflaute. Hinzu kommt die allgegenwärtige Angst vor Hinrichtungen und Schikane.
Stimmungsbilder aus Bevölkerung und Diaspora
Wernd tiefe hoffnen der Absencen stimmt direktig globalnicht? - Anders ist Hand sind gleichgültig: Eine Rentnerin erklärt, sie habe sich „zuhause eingeigelt“, weil sich doch nichts verändern werde. Ein Lehrer in Teheran formuliert die düstere Bilanz: „Was wirklich wieder online kam, ist unser Elend, nicht die Freiheit.“ Auch in der Diaspora sind die Gefühle ambivalent: Erleichterung, mit Angehörigen wieder in Kontakt zu sein, mischt sich mit Wehmut über die Getöteten und Verlorene.
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