Irland: 90% der Asylsuchenden kommen über nordirische Grenze
Wichtige Fakten
- • 16.600 Asylsuchende 2026 an Häfen und Flughäfen registriert.
- • 90% der Asylanträge in Dublin persönlich gestellt.
- • Verdächtiger Messerangriff Belfast reiste über Irland ein.
- • CTA-Rückführungsabkommen nach Ruanda-Urteil wiederbelebt.
- • Irische Minister berieten mit britischen Amtskollegen über Missbrauch.
Bis zu 90 Prozent der Asylsuchenden in Irland sind in den letzten drei Jahren über die offene Grenze zu Nordirland eingereist, wie aus Regierungsdaten hervorgeht. Das Common Travel Area (CTA) werde in beide Richtungen ausgenutzt, besonders von Großbritannien nach Irland. 16.600 Menschen beantragten Asyl an Häfen oder Flughäfen, viele davon kamen per Flug oder Fähre von Großbritannien nach Belfast.
Die jüngste Debatte wurde durch einen Messerangriff in Belfast ausgelöst. Der tatverdächtige Sudaner Hadi Alodid, 2023 in Irland eingereist, soll von Paris nach Dublin und dann per Bus nach Nordirland gereist sein. In der Folge gab es zwei Nächte lang Ausschreitungen.
Zwischen 2022 und 2024 stieg die Zahl der Asylanträge in Irland von rund 5.000 auf 18.500. Ex-Justizministerin Helen McEntee schätzte 2024, dass 80 Prozent der Antragsteller über die Landgrenze kämen. Die irische Regierung kündigte an, ein Rückführungsabkommen mit Großbritannien nach einer Neubewertung als sicheres Drittland wiederzubeleben. Bisher wurde nur ein einziger Asylsuchender an Irland überstellt.
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