Israelisches Gericht verlängert Haft von Gaza-Flottille-Aktivisten aus Spanien und Brasilien
Wichtige Fakten
- • Gericht verlängerte Haft um zwei Tage.
- • Spanien fordert sofortige Freilassung des als „illegal festgehalten“ bezeichneten Spaniers.
- • Beide Aktivisten setzen Hungerstreik fort.
- • Israel wirft ihnen Verbindung zur von US-Sanktionen betroffenen PCPA vor.
Aktivisten vor Gericht
Ein israelisches Gericht hat die Haft von zwei internationalen Aktivisten der Gaza-Flottille bis Dienstag verlängert. Der Spanier Saif Abu Keshek und der Brasilianer Thiago Ávila waren am Donnerstag im Mittelmeer von israelischen Streitkräften abgefangen worden. Tausende Kilometer von Gaza entfernt im Seegebiet vor Kreta. Ihnen wird vorgeworfen, Verbindungen zur von der EU und USA sanktionierten „Popular Conference for Palestinians Abroad“ (PCPA) zu haben, die der Hamas nahestehen soll. Beide Länder fordern die sofortige Freilassung ihrer Staatsbürger und sprechen von einer völkerrechtswidrigen Entführung.
Internationale Empörung
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez verurteilte die Aktion scharf. Er warf Israel einen illegalen „Kidnapping“-Akt vor. Die Flottille, bestehend aus über 50 Schiffen, sollte humanitäre Hilfsgüter nach Gaza bringen, das seit 2007 unter israelischer Blockade leidet. Bei der Zwangsmaßnahme wurden die teilnehmenden Aktivisten nach israelischen Angaben festgesetzt, zur Durchsetzung der Seeblockade. Spanien wies die Vorwürfe als haltlos zurück. Ähnlich reagierte die brasilianische Regierung in einer gemeinsamen Erklärung. Justiz und Völkerrecht stehen vor einer weiteren Belastungsprobe zwischen beiden Ländern.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.