Israel entschuldigt sich für Vorschlaghammer-Angriff auf Jesus-Statue im Libanon
Wichtige Fakten
- • Die IDF bestätigte die Echtheit eines Fotos eines Soldaten mit Vorschlaghammer an einer Jesus-Statue.
- • Der Vorfall ereignete sich in Debl, einem christlichen Dorf im Südlibanon.
- • Israel entschuldigte sich für den Vorfall und kündigte Maßnahmen gegen den Soldaten an.
- • Ein US-brokierter Waffenstillstand zwischen Israel und Libanon trat am Freitag in Kraft.
- • Der libanesisch-israelische Konflikt begann im März mit Raketenangriffen der Hisbollah.
Untersuchung und internationale Reaktionen
Die israelische Armee (IDF) hat bestätigt, dass ein auf sozialen Medien kursierendes Foto authentisch ist, das einen Soldaten zeigt, der mit einem Vorschlaghammer eine Jesus-Statue in Debl, einem christlichen Dorf im Südlibanon, beschädigt. Premierminister Benjamin Netanyahu bezeichnete sich als "bestürzt und traurig" und kündigte "harte disziplinarische Maßnahmen" an. Die IDF betonte, das Verhalten des Soldaten stehe "völlig im Widerspruch zu den Werten, die von seinen Truppen erwartet werden". Außenminister Gideon Saar verurteilte die Tat als "beschämend und schändlich" und entschuldigte sich bei der christlichen Gemeinschaft.
Weitere Verurteilungen und Hintergrund
Der Vorfall löste internationale Empörung aus, insbesondere unter US-Evangelikalen, wo die Unterstützung für Israel seit Kriegsbeginn gesunken ist. Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, forderte "schnelle, schwere und öffentliche Konsequenzen". Italienische Regierungsvertreter und vatikanische Autoritäten verurteilten die Tat scharf. Der Vorfall ereignet sich im Kontext des seit März anhaltenden Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon, der mit Raketenangriffen der Hisbollah begann und zu israelischen Invasionen im Süden führte.
Aktuelle Lage und weitere Vorfälle
Trotz eines am Freitag in Kraft getretenen US-vermittelten Waffenstillstands halten tausende israelische Truppen Präsenz in Südlibanon. Die IDF arbeitet laut eigenen Angaben mit der Gemeinde zusammen, um die Statue wiederherzustellen. Berichte deuten darauf hin, dass israelische Soldaten auch andere religiöse Stätten im Südlibanon beschädigt haben, darunter Moscheen und historische Schreine. Ein Bericht des Rossing Center beschreibt einen "kürzlichen Anstieg offener Feindseligkeit gegenüber dem Christentum" in der Region.
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