Israelische Soldaten blockieren Rettung von angeschossenem palästinensischen Jungen
Wichtige Fakten
- • 14-jähriger Jad Jadallah wurde im Westjordanland von IDF-Soldaten angeschossen.
- • Soldaten blockierten 45 Minuten lang zwei palästinensische Rettungswagen.
- • Video zeigt mögliches 'Framing' durch abgelegten Stein neben dem Verletzten.
- • IDF behauptet, Jad habe Steine geworfen und sei ein 'Terrorist'.
- • Israels Militär verweigert die Herausgabe von Jads Leichnam an die Familie.
Vorfall im Flüchtlingslager al-Far'a
Im November wurde der 14-jährige palästinensische Junge Jad Jadallah im Flüchtlingslager al-Far'a im besetzten Westjordanland von israelischen Soldaten aus nächster Nähe angeschossen. Laut von der BBC verifiziertem Videomaterial und Zeugenaussagen standen mindestens 14 Soldaten danach etwa 45 Minuten lang um den blutenden Jungen, ohne lebensrettende medizinische Hilfe zu leisten, obwohl sie dazu ausgebildet sind.
Blockierte Rettungsversuche
Zwei palästinensische Rettungswagen wurden von den Soldaten mit vorgehaltener Waffe am Erreichen des Verletzten gehindert, der nur etwa 100 Meter entfernt lag. Der leitende Paramediker Hassan Fouqha berichtete, sein Team habe hilflos zugesehen, wie Jad verblutete, während die IDF später lediglich von 'erster medizinischer Behandlung' sprach, ohne Details zu nennen.
Umstrittene Todesumstände
Die IDF beschuldigt Jad, Steine geworfen zu haben, was nach ihren Einsatzregeln tödliche Gewalt rechtfertigen kann. Allerdings zeigt das Videomaterial einen Soldaten, der einen Gegenstand neben den angeschossenen Jungen legt und davon ein Foto macht – eine Handlung, die Menschenrechtsgruppen als Versuch werten, Jad nachträglich zu 'framen'. Die israelischen Behörden verweigern bis heute die Herausgabe von Jads Leichnam an die Familie.
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